Ecuador – das Festland

12.07.-14.07.2012 Otavalo

Nach einem langen Bus-Tag bin ich am 12.07. in Ecuador angekommen. An der Grenze musste ich fuer meinen Ecuador-Stempel fast 2 Stunden warten… aber schliesslich hat es doch geklappt. Im Bus hatte ich gleich den ersten sehr positiven Eindruck von Ecuador und habe viele nette Ecuadorianer kennengelernt. In Otavalo habe ich gleich mit dem Couchsurfen weitergemacht und bin bei einem Deutschen untergekommen. Otavalo hat mich ueberrascht: Das Staedtchen liegt total idyllisch zwischen den Bergen, wo man viele Wanderungen unternehmen koennte. Leider hatte ich nicht viel Zeit eingeplant, sodass ich mir nur die Stadt und den tollen Markt anschauen konnte – sehr sehenswert!! Der Tiermarkt in der Frueh ist ein bisschen hart anzusehen, aber gehoert eben auch dazu. Ansonsten gibt es natuerlich viele Angebote fuer Touristen – von Decken ueber Halstuecher, Ponchos, Schmuck,… Zuerst wollte ich richtig shoppen gehen und von Quito ein Paket heim schicken. Gluecklicherweise hat mich Krissi (Deutschland, auch auf Weltreise) darauf aufmerksam gemacht, dass 1kg von Ecuador nach Europa wohl 50USD kostet (!!!), sodass ich dann darauf verzichtet habe 😦 Nach dem Markt am Samstag ging es dann weiter nach Quito…und auf der Fahrt hatte ich gleich wieder eine supernette Unterhaltung – komplett auf Spanisch, zwei Stunden lang – so vergeht die Zeit…

14.07.-17.07.2012 Quito

In Quito wurde ich am Busterminal von meinem Couchsurfing Host erwartet, der recht nett und zentral in der Naehe vom schoenen Parque Carolina wohnt. Am Abend sind wir dann gleich mal in die Altstadt, welche sowohl bei Tag, als auch bei Nacht beeindruckend ist. Wir haben dort bei toller Aussicht sehr lecker (und teuer…) gegessen. Am Sonntag hat er sich komplett den Tag fuer mich Zeit genommen: Wir sind nochmal in die Altstadt, haben verschiedene Kirchen besichtigt, waren auf einem Aussichtsberg und im Muesum Capilla del Hombre, welches Werke vom ecuadorianischen Kuenstler Guayasamin ausstellt. Mir haben die Bilder sehr gut gefallen!! Ausserdem habe ich mich in den Tagen mit Krissi getroffen und wir sind zusammen ins Museo de la Ciudad, welches sehr interessant war. So habe ich endlich auch mal wieder einiges Kulturelles gemacht 😉 An einem Tag bin ich zur Mitad del Mundo gefahren, was aber eher enttaeuschend war…grosses Monument und ein paar mehr oder weniger gute Museen rundherum. Leider habe ich erst im Nachhinein erfahren, dass das interessanteste Museum ausserhalb des Komplexes liegt. So habe ich eben die typischen Mitad-del-Mundo-Fotos gemacht 😉 Ausserdem habe ich bei Safari Tours (sehr zu empfehlen!!) meine absolute Traum-Cruise auf den Galapagos gebucht – last minute Preis von 1.250USD 🙂

31.08.-01.09.2012 Guayaquil

In Guayaquil habe ich eigentlich nur uebernachtet. Ohne Couchsurfing haette ich mir hier nichts angeschaut, da ueberall nur gesagt wird, dass die Stadt gefaehrlich ist. Mein netter Host hat mir aber abends noch alle moeglichen Sights gezeigt – und mir hat Guayaquil echt gut gefallen! Die Uferpromenade (Malecon 2000) ist schoen gestaltet, von Las Penas hat amn eine tolle Aussicht. Ich habe den einen Abend in Guayaquil sehr genossen – bevor es am naechsten Tag schon nach Peru weiter ging…

Keine Sorge…ein separater Eintrag ueber die Galapagos folgt noch! 🙂

5 Wochen in Kolumbien – Fotos & Summary

Leute: Überraschenderweise habe ich in Kolumbien nicht so viele Touristen getroffen, wie erwartet. Teilweise war ich fast alleine im Hostel. Als ich dann viel Couchsurfing gemacht habe, sind mir bei Besichtigungen auch oft nur wenige Touris über den Weg gelaufen. Die Kolumbianer habe ich sehr unterschiedlich erlebt. Anfangs habe ich an der Küste ja eher negative Erfahrungen gemacht – jedoch hat sich dies im Hochland sehr geändert – vor allem auch durch Couchsurfing. Ich habe dadurch viel vom Alltag mitbekommen und ganze Familien kennengelernt, war in einer Schulklasse eingeladen und habe viele neue Freunde gewonnen. Insgesamt waren die Kolumbianer aber nicht so neugierig auf ein Gespräch – auf der Strasse oder im Bus wurde ich eigentlich nie angesprochen.

Essen: In Kolumbien habe ich sehr viel selbst gekocht – einmal um Kosten zu sparen, und weil es für Vegetarier etwas schwierig ist. Die meisten Mahlzeiten beinhalten Fleisch – man kann zwar das selbe Gericht ohne Fleisch bestellen, jedoch ist das dann meistens nur Reis, Bohnen, manchmal ein bissl Salat (eher nicht so toll) – wofür der Preis dann wieder zu hoch ist. Das kolumbianische Brot war bisher das ekligste, was ich je probiert habe 😉 aber dafür habe ich ein paar andere gute Snacks gegessen. „Verliebt“ habe ich mich in Aguapanela mit Käse – ein Heißgetränk ähnlich einem Tee, in das man Käse gibt, sodass dieser schmilzt und dann raus gelöffelt werden kann – hmmmmmm! Wenn wir schon bei den Getränken sind: Absolut toll war, dass ich ab San Gil in jeder Stadt das Leitungswasser trinken konnte – purer Luxus, wenn man auf Reisen ist!! 🙂

Wetter: Insgesamt war es in Kolumbien kuehler, als erwartet – ich habe ziemlich oft gefroren. Das Wetter war sehr unterschiedlich… in Cartagena und Santa Marta brannte teilweise die Sonne herunter – im Hochland hatte ich viel Wolken/Nebel und manchmal auch leichten Regen. Glücklicherweise hat es NIE einen Tag komplett geregnet – und auch nie besonders stark – genial, oder!?

Kosten: Die Kosten an der Küste waren deutlich höher, als im Innenland – vor allem ein Abstecher (Mompox) weg von der normalen Route KOSTET. Dadurch, dass ich danach Couchsurfing gemacht habe und – wie gesagt – viel selbst gekocht habe, habe ich ziemlich an Kosten gespart und komme somit insgesamt auf ein Tagesbudget von 21 Euro. Ohne CS und mit Essen gehen wären es wohl mindestens 30 Euro gewesen. Besonders stark ins Budget gehen die Busfahrten…

Unterkuenfte: Ich habe die Zeit ca. zur Hälfte mit Couchsurfing und zur anderen Hälfte in Hostess verbracht. Günstiger als für 7 Euro habe ich keine Unterkunft gefunden – in vielen Städten geht es nicht unter 10 Euro. Die Qualität war dann schon entsprechend gut – aber wenn man das nicht braucht, gibt es eigentlich keine Möglichkeit durch Schlafen in „Spelunken“ zu sparen 😉 Bei meinen CS Hosts hatte ich fast immer ein eigenes Zimmer, was echt toll war! 🙂

Infrastruktur: Die Busse in Kolumbien sind meistens sehr modern, das Gepäck wird oft wie beim Flieger abgegeben und man bekommt einen Zettel dafür. Im Bus ist es leider oft eiiiiiiiiskalt und es laufen (mehr oder weniger gute) Filme. Was ich gut fand, ist, dass fast jeder Bus eine Toilette hatte 🙂 Die Busse werden auch nicht besonders voll und man hat (bis auf die Busetas/Colectivos/Minibusse…die ich verabscheue!!) immer genügend Platz. Achja, erwähnenswert ist noch das neue Bussystem in Bogota, das so verwirrend gestaltet ist, dass sich selbst die Einwohner nicht auskennen und verfahren…….. 😀

Krankheiten: War alles palletti! 🙂

Sicherheit: Ich habe mich in Kolumbien bis auf 2 Ausnahmen immer sicher gefühlt. Einmal war ich in Bogota gegen Mitternacht zu Fuss unterwegs (kurze Strecke von der Bushaltestelle zum Hostel) und habe mich TOTAL unwohl gefühlt. Lauter komische Leute auf der Strasse… und das, obwohl ich zusammen mit Christian unterwegs war. Wir haben dann für die letzten 3 Ecken ein Taxi genommen. In Pasto hat mein Host Cesar mir ständig gesagt, welche Strassen man nicht benützen sollte, weil die gefährlich sind etc. Da habe ich mich dann (obwohl immer in Begleitung) schon oft umgedreht und meine Handtasche ganz fest gehalten… 😉

Persoenliches TOP: Salento mit dem Valle de Cocora, sowie Aguapanela mit Kaese! 😀

Persoenliches FLOP: Schwierig. Es gibt einige Orte, von denen ich mir mehr erwartet hatte…aber am meisten enttäuscht war ich wohl von Cartagena. War mir einfach zu künstlich.

Insgesamt bin ich mit Kolumbien nicht ganz warm geworden. Ich war nicht sooo sehr beeindruckt, wie viele andere (man hört ja immer jemanden von Kolumbien schwärmen). Ich kann nicht sagen, woran es lag – evtl. daran, dass ich alles mit Guatemala verglichen habe! 😉 Erst durch Couchsurfing und meine tollen Hosts hat es angefangen, mir in Kolumbien zu gefallen… Big thank you to everybody!!! 🙂

Hier geht’s zu den viiiiiielen Fotos von Kolumbien: 

Kolumbien – der wunderschoene Westen :)

29.06.-02.07.2012 Bogota

In Villa de Leiva hatte ich das Glueck, dass Christian (auch auf Weltreise) Manfred kennengelernt hat, der am naechsten Tag mit dem Auto nach Bogota wollte und uns zur Salzkathedrale Zipaquira mitnahm. Die Kathedrale war echt wunderwunderschoen und hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Viel groesser, als erwartet, toll beleuchtet (gut, ein bissl kitschig teilweise vielleicht) – mal ein ganz anderes Erlebnis!

Von dort ist es nicht mehr weit bis Bogota, wo ich wieder bei einem Couchsurfing Host untergebracht war. Alejo war so nett und hat fuer den ersten Abend gleich organisiert, dass wir mit einem Freund mit dem Auto auf einen Huegel fahren, wo wir bei toller Aussicht was essen konnten. Dort habe ich auch zum ersten Mal Aguapanela mit Kaese probiert – was danach bis zum Ende in Kolumbien mein absolutes Lieblingsgetraenk war 🙂 Lecker!!!! Und die Aussicht auf Bogota war echt schoen 🙂

Am naechsten Tag hat mir Alejo alle moeglichen Gebaeude in La Candelaria (historisches Zentrum) gezeigt – was der alles an Jahreszahlen und Geschichte wusste, war echt krass.  Abends habe ich Alejo und Christian bekocht: Pasta mit Champignon-Sauce und Kaiserschmarren…war ziemlich lecker!!

Am naechsten Tag sind wir ins Museo del Oro (Goldmuseum). Es war zwar interessant, aber auch ziemlich voll (Sonntag) und irgendwie ist es dann doch immer das Gleiche 😉 

Ausserdem stand das EM Finale Spanien – Italien auf dem Programm, das wir uns in der „Bogota Beer Company“ angeschaut haben. Leckeres Bier und Spanien gewinnt – was will man mehr! 😉 Danach sind wir gleich zum nächsten Fussball-Spiel. Diesmal allerdings live: Der Verein Santa Fe aus Bogota spielte gegen Itaguei. Tolle Stimmung, riesen Fahnen, Luftballons,…hat sich gelohnt! Danach haben wir noch zum Rock en Parque geschaut – ein gratis Rockfestival, eines der größten in Südamerika. Die Musik war so…lala…aber das wirkliche Erlebnis waren die SicherheitskontrollEN. Bevor man aufs Festival-Gelände durfte, wurde man wirklich von oben bis unten durchsucht. Und zwar jedes Papierchen angeschaut, in jede mini-Tasche, Gürtel, Feuerzeug etc. durften sowieso nicht mit hinein,… Die längste, strengste Sicherheitskontrolle, die ich jemals erlebt habe! Und das „Lustige“: Ein paar Meter weiter gab es gleich noch eine davon, die genau gleich gründlich war….wahnsinn!!!! Die haben auf jeden Fall nach Drogen gesucht… Lustigerweise haben auf dem Festivalgelände dann alle paar Meter alle Gras geraucht. Wie die das reingeschmuggelt haben frag ich mich wirklich. Aber wie gesagt…ein einmaliges Erlebnis! 😉

Am letzten Tag in Bogota haben wir uns das Botero Museum und die Casa de la Moneda angeschaut. Also Botero-Fan werde ich wohl keiner und das Geldmuseum war irgendwie ähnlich wie das Goldmuseum…anfangs interessant, aber dann doch immer das selbe 😉 

Nachmittags sind wir noch auf den Monserrate (Stadtberg) hinauf – leider wird unter der Woche davon abgeraten, hinauf zu wandern (Sicherheit), weshalb wir den teuren Preis für die Seilbahn bezahlen mussten. Aber die Aussicht war wirklich genial und ich war dann doch froh, dass wir es gemacht haben! 

03.07.-06.07.2012 Salento

Nach Bogota sind wir über Armenia nach Salento weitergefahren. Obwohl wir ganz früh gestartet sind, sind wir erst abends in der Dunkelheit angekommen. Die Fahrt war aber teilweise total schön – endlich mal eine Landschaft in Kolumbien, die mich wirklich beeindruckt! Salento selbst – ich nehme es jetzt einfach vorweg – war der Höhepunkt meiner Kolumbien-Reise! Ein wunderschönes kleines Städtchen, tolle Landschaft, Kaffee-Fincas, und nicht zu vergessen das spektakuläre Valle de Cocora gleich in der Nähe… 🙂 An einem Tag sind wir zu einer dieser Fincas gewandert und haben uns eine interessante Führung angehört und danach leckeren Kaffee getrunken. 

Ausserdem gibt es über Salento einen tollen Aussichtspunkt, von dem aus man sowohl über die Stadt, als auch über die schöne Hügellandschaft einen Ausblick hat. Wunderwunderschön!!! 

Ein absolutes Muss in der Region ist das Valle de Cocora – ein Tal, in dem bis zu 60m hohe Wachspalmen wachsen. Es gibt dort eine nette Rundwanderung, die komplett ca 4-5 Stunden dauert. Sie führt über viele wackelige Brücken und teilweise ziemlich durch den Gatsch (hatte in der Nacht geregnet) zu einem kleinen Nationalpark, wo es von Kolibris nur so wimmelt 🙂 Danach kann man noch einen Berg raufgehen und eine Art Forststrasse zurück gehen – von wo aus man die tollsten Ausblicke über das gesamte Tal hatte!!! Einfach surreal schön… 

07.07.-08.07.2012 Popayan

Popayan habe ich nur als kleinen Zwischenstopp auf dem Weg Richtung Süden gesehen. Ich hatte wieder über Couchsurfing Gastgeber gefunden und – schon wieder – total Glück und sie waren supernett. Ich habe einen tollen Tag dort verbracht…Sightseeing im historischen Zentrum, Aussichtsberg, relaxen an einem Fluss, abendlicher Spieleabend,…und viele kolumbianische Snacks probiert. Ich hatte eine super Zeit in Popayan! 

09.07.-11.07.2012 Pasto

Pasto liegt kurz vor der Grenze zu Ecuador und bietet sich daher als letzter Stopp in Kolumbien an. Eigentlich wollte ich nur eine Nacht dort bleiben – nachdem ich aber so eine nette Einladung über Couchsurfing erhalten hatte, habe ich verlängert… und das war auch gut so. Während die Stadt im Vergleich zu allen Kolonialstädten vorher in Kolumbien nicht sooo viel her gibt, lohnt sich ein Ausflug zur Laguna de la Cocha schon eher. Das beste an Pasto waren jedoch wieder mal meine Gastgeber bzw. seine komplette Familie und Freunde – ich habe mich richtig Willkommen gefühlt und sie haben sich total Mühe gegeben z.B. extra für mich Pasta gekocht und mich in der Nacht herumkutschiert, sodass ich Pasto von verschiedenen Orten bei Nacht sehen konnte… 

Destination: Everywhere