Schnell schnell durch den Norden Argentiniens…

08.10.-09.10.,12.10.2012 Salta

Nach einer langen Busfahrt sind wir abends in Salta angekommen. Ich hatte mir eingebildet, unbedingt ins neue Loki Hostel zu wollen. Hatte zwar gelesen, dass es etwas außerhalb sein sollte…aber mit so weit außerhalb hatte ich dann doch nicht gerechnet! Dafür war es aber wunderschön am Land, schöne Bungalows als Dorms,…und noch total familiär, da noch alles am Aufbau und noch nicht fertig war. Einen Tag haben wir einfach nur ausgeschlafen und viel relaxt. Abends sind wir in die Stadt – und zwar per Autostopp, nachdem der Bus unserer Meinung nach zu lange brauchte 😉 Die Party ging dann im Loki weiter, wo wir bis in die frühen Morgenstunden zusammen saßen. Insofern wurde der nächste Tag natürlich erst mal halb verschlafen… Aber halt! Wir hatten doch einen Reitausflug gebucht!! Also wurden wir mittags abgeholt und fuhren auf eine Ranch ca. 1 Stunden von Salta entfernt. Der Ausflug war ganz nett, aber leider war die Gruppenzusammenstellung nicht so der Hit. Wir kamen in eine Gruppe mit lauter Anfängern, sodass fast die komplette Zeit nur Schritt gegangen wurde. Oh man! 😦 Dafür hatte ich das tollste Pferd aller Zeiten: Ventisca (Wirbelwind) tat ihrem Namen alle Ehre und war immer vorne mit dabei. Ich liebe schnelle Pferde!!! Ich finde, wir haben super zusammen gepasst:

10.10.-11.10.2012 Cafayate

Am nächsten Tag hatte ich mit Dor (einem Israeli, den ich im Loki getroffen hatte) vereinbart, zusammen nach Cafayate zu fahren. Also hieß es früh aufstehen, packen und nach Salta zur Busstation. Die Busfahrt nach Cafayate war dann der Hammer!!! Wunderschöne Berglandschaften durch und durch… Man konnte das gar nicht so gut festhalten, aber es war auf jeden Fall mit eine der schönsten Landschaften, die ich in Südamerika gesehen habe. Leider konnten wir natürlich nicht stoppen, sondern nur aus dem Fenster schauen 😉 In Cafayate angekommen checkten wir uns ein Hostel, aßen schnell Mittag und dann ging es los zum Wein Verkosten! 🙂 Wir spazierten selbst von Winzerei zu Winzerei und probierten viele rote und weiße Weine, und auch einen Rose, der uns insgesamt am besten geschmeckt hat. Malbec ist leider nicht so meins und Torrontes auch nicht so, da ich ja Weißwein nicht so mag. Aber Spaß hatten wir trotzdem!! Am Ende sind wir so noch ein bisschen durch die Gegend spaziert und haben neben den Weinreben Kaffeepause gemacht. Dor hatte nämlich einen mini Gaskocher und Sachen zum Kaffeekochen mit!! 🙂 Am nächsten Tag wollten wir eine Trekkingtour zu ein paar Wasserfällen unternehmen. Leider verliefen wir uns zuerst, sodass wir nur mehr für den ersten Wasserfall Zeit hatten. Die Sonne brannte herunter, aber die Landschaft war recht schön und im kühlen Wasser konnten wir uns erfrischen. 🙂 Im Laufschritt ging es dann zurück nach Cafayate, wo wir schnell unsere Sachen im Hostel abholten, noch was aßen und dann zum Bus eilten, zurück nach Salta…

13.10.-17.10.2012 Buenos Aires

Von Salta ging es am nächsten Tag direkt weiter nach Buenos Aires. 18 Stunden Busfahrt ohne Stopp – aber die waren echt angenehm! Es gab einen Snack am Nachmittag, ein warmes vegetarisches (!) Abendessen mit ROTWEIN 🙂 🙂 und am nächsten Tag noch ein kleines Frühstück. Und Filme. Geschlafen habe ich allerdings trotz der bequemen Sitze kaum und kam ziemlich kaputt in BA im Milhouse Hostel an. Hab mich also erst mal ins Bett gehauen und den Tag verschlafen – ich war nicht mal fähig, abends richtig Party zu machen, obwohl die Samstage in BA ja berüchtigt sind. Außerdem wollte ich am Sonntag zum Antiquitäten-Markt in San Telmo. Fand ich dann ganz ok, aber nicht überwältigend. Ich glaube, ich hab schon zu viele tollere Märkte in Südamerika gesehen 😉 Leider fühlte ich mich auch zum ersten Mal seit langem wieder total unsicher, die leeren Straßen (Sonntag!) von meinem Hostel dorthin zu spazieren. Fühlte mich die ganze Zeit, als würde ich gleich überfallen werden. :-/ Bin dann also mit der Ubahn zurück gefahren und war froh, wieder im Hostel zu sein. Man hört einfach zu viele blöde Stories über Buenos Aires! Abends hatte ich ein Ticket für eine Tangoshow gebucht. Es gab leckeres Essen, Wein ohne Ende, eine kurze Tanzstunde (nach einigen Gläsern…) und schließlich die Tangoshow selbst – ein tolles Erlebnis!! 🙂 Und ich habe gleich zwei Jungs kennengelernt, die sich bereit erklärten, beim Sightseeing am nächsten Tag meine Bodyguards zu spielen (naja, hab ihnen das nicht ganz so gesagt, aber hab mich echt gleich viel wohler gefühlt, mit denen zusammen loszuziehen…). Am Montag ging es also zum bekannten Friedhof, was ein weiter aber netter Spaziergang war. Auf dem Friedhof liegt unter anderem auch Evita begraben, man braucht keine Karte kaufen, sondern nur den Leuten mit Karte folgen,… 😉 haha, wir hatten einen wirklich wirklich lustigen Tag zusammen! Weiter sind wir nach Palermo spaziert, das uns alle nicht so vom Hocker gehauen hat. Einige schöne Malereien/Graffitis fand ich aber wie so oft… Im botanischen Garten fanden wir auch nichts speziell interessant und haben daher lustige Fotos mit Skulpturen geschossen. Manchmal hat man einfach tolle Tage, ohne, dass man was supertolles unternimmt! Die Leute, die man unterwegs trifft, sind eigentlich das A und O einer Reise… Am Rückweg haben wir noch schnell beim Präsidenten-Palast vorbei geschaut (Casa Rosada)…und dann im Hostel Lucille getroffen, die uns von einer Trommelshow erzählte. Im letzten Moment sind wir dann dorthin gedüst (haha…gedüst! wir standen 30 Min im rush hour Stau!!) und es war echt super! Nach und nach kamen immer mehr Leute und die Stimmung und die Trommler waren echt gut. Danach ging es zurück ins Hostel, wo die Party untypisch für einen Montag lustig weiter ging. Ich traf hier auch sehr viele Leute wieder, die ich vom Wild Rover in La Paz kannte – so hatten wir eine super Partyrunde…bis in die frühen Morgenstunden! Wenigstens war ich einmal in Buenos Aires aus, auch wenn der Club jetzt nicht sooo mega war 😉 Spaß hatten wir!! Leider…musste ich dann am nächsten Tag recht früh aufstehen (gratis Frühstück nur bis 10.30 Uhr, mannoooo…), da ich eine Walking Tour durch La Boca inkl. Stadionbesichtigung gebucht hatte. Natürlich musste es genau an dem Tag mit der Aktivität, auf die ich mich am meisten gefreut hatte, regnen. Es war richtig grau und ungemütlich und bäääähhh. Ich war sowieso total kaputt und verkatert und nicht wirklich in der Stimmung. Aber hab es natürlich nicht bereut. Das Stadion „La Bombonera“ ist sehr speziell und deshalb allein meiner Meinung nach schon sehenswert! Die bunten Häuser von La Boca strahlen mit blauem Himmel bestimmt noch schöner…aber auch so war es toll und ist auf jeden Fall mein favorisierter Stadtteil von Buenos Aires!

Das war’s dann auch mit Südamerika. Am nächsten Tag ging mein Flug nach München, wo ich einen Nacht verbrachte und meine Freunde traf, bevor ich am Freitag in meiner Heimat Bad Ischl an die Tür läutete…….und meine Eltern überraschte!!! 🙂

Short stop in Chile

04.10.-7.10.2012 San Pedro de Atacama

Die Uyuni Tour konnte so gebucht werden, dass sie einen Transfer nach San Pedro de Atacama in Chile beinhaltete. Nachdem man sich am Ende der Tour quasi schon fast in Chile befindet, eine gute Lösung, um nicht den weiten Weg nach Uyuni zurück zu müssen. San Pedro selbst hat mich nicht sonderlich vom Hocker gehauen. Das Städtchen ist ganz nett, aber doch sehr touristisch und nicht so eine Oasenstadt, wie ich es erwartet hatte. Atemberaubend ist allerdings die Atacama-Wüste selbst! Wir waren immer noch drei Leute von unserer Uyuni Tour und haben noch drei weitere gefunden…für unsere Mountainbike Tour in der Atacama Wüste! Ok, wir hatten alle gedacht, es wird eher locker und auf normalen Wegen. Tatsächlich war es MTB pur! Durch einen Fluss, über Stock und Stein, durch Schlaglöcher, lange Steil eine schlechte Straße bergab auf, oft mussten wir das Rad auch tragen. Und die Sonne hat so richtig herunter gebrannt. Ab einem gewissen Zeitpunkt war dann auch der Weg nicht mehr leicht zu finden und wir waren uns einige Male nicht mehr sicher, richtig zu sein. Gegen Ende mussten wir fast senkrecht einen sandigen Steilhang zu einer breiteren „Straße“ (Piste) absteigen, und das mit den Rädern. Aber alles gut gegangen und ich hatte einen genialen Tag!!! Eines der schönen Dinge am Reisen: Man probiert immer wieder Neues, das man zuhause nie probiert hätte. Und findet dann z.B. heraus, dass man mountainbiken echt mag! 🙂

Bolivien – Summary & Fotos

Leute: Bolivien war nach Peru wie ein Paradies 😉 Die Menschen dort sind zwar viel ärmer und leben in viel einfacheren Umständen – aber sie sind mir offener und sympatischer begegnet. Die unangenehmen Anmachen bleiben aus, da die Bolivianer zurückhaltender sind. Lustigerweise waren die Bemühungen, Englisch zu sprechen wenn mit Spanisch nichts mehr ging, sehr viel größer als zuvor in Peru. Unter den Reisenden fanden sich in Bolivien viele low budget Backpacker, da das Land sehr günstig ist. Pauschalreisende traf man eher wenig, da DIE große Sehenswürdigkeit im Land fehlt (die international bekannt wäre).

Essen: Das Essensangebot auf lokalem Level hat sich in Bolivien im Vergleich zu Peru etwas verbessert – und ich bekam ohne direkt nachhaken vegetarische Möglichkeiten vorgeschlagen. Trotzdem war es meistens sehr trocken und eher geschmacklos. Allerdings waren die internationalen Restaurants in Bolivien gemäß dem allgemeinen Preisniveau recht günstig, sodass das eine gute Alternative darstellte.

Wetter: Sommer, Sonne, Sonnenschein! 🙂 Einzig in La Paz gab es mal 1-2 Tage, wo es ein bisschen geregnet hat. Das finde ich allerdings gemessen an meiner Aufenthaltsdauer nicht wirklich viel 😉

Kosten: Bolivien ist sehr günstig. Ich habe in La Paz „Extreme Shopping“ betrieben und mein Tagesbudget daher auf 27 Euro gepusht. Ansonsten würde es wohl bei 18-max. 20 Euro liegen. Jaaaaaa…so viel habe ich eingekauft!! 😀 Weihnachtsgeschenke, Mitbringsel und auch das ein oder andere für mich selbst…

Unterkünfte: Waren alle ok, sauber und hatten warmes Wasser (surprise, surprise!). Die meiste Zeit habe ich ja im Wild Rover (La Paz) gewohnt – ein super Hostel, wo es an nichts fehlt. Sogar einen Schminkraum mit großem Spiegel, Fön und Glätteisen gab es für uns Mädels! Nach Monaten reisen echt mal ein schöner Luxus zwischendurch… 🙂 

Infrastruktur: Die Busse waren zwar sehr einfach – aber auch sehr billig. Für die 18 Stunden Fahrt von La Paz nach Rurrenabaque haben wir umgerechnet nur ca. 8 Euro bezahlt! Auch der Nahtransport in La Paz war spitzenklasse. Es gab an jeder Ecke Colectivos, die überall hin fuhren, sicher waren und quasi gar nichts kosteten. Und wenn man mal fauler war…auch die Taxis kosteten für jede Strecke in der Stadt nur 1-1,50 Euro. Nice! 🙂

Krankheiten: Die Arbeit im Partyhostel habe ich nicht ganz unversehrt überstanden. In meinen letzten Tagen dort habe ich mir noch eine Erkältung und einen ziemlichen Husten geholt, die sich dann über die gesamte Uyuni-Tour gezogen hat 😦 Erst in San Pedro (Chile) habe ich mich wieder aufwärmen und auskurieren können…

Sicherheit: Zuerst war ich ja ziemlich skeptisch in La Paz. Hab mich aber IMMER sicher gefühlt und mir ist auch nie etwas passiert. Natürlich sollte man die üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachten und nicht mit allen Wertsachen rumlaufen…

Persönliches TOP: ALLES! 🙂 🙂 🙂

Persönliches FLOP: Hmmm…nein, mir fällt leider wirklich nichts ein.

Bolivien ist ein tolles Land! Extrem vielfältig und die Menschen sind total freundlich. Vor allem La Paz hat mich mit seinem Charme gefangen genommen und wurde zu meiner neuen Lieblingsstadt. Ich liiiiiiiiiiiebe es und werde auf jeden Fall zurück kommen, um alles anzuschauen, was ich diesmal nicht mehr geschafft habe 🙂

Hier geht es zu meinen Fotos von Bolivien (klick auf das Bild) / Click on the photo to get to my picture gallery of Bolivia: