Wenn man öfter als Backpacker unterwegs ist, kauft man ja mit der Zeit einiges an Kram zusammen – mit der Erwartung, es auf der nächsten Reise zu brauchen. Einiges stellt sich im Nachhinein als unnötiger Schnickschnack heraus. Anderes wird als unentbehrlich in jede weitere Reise eingegliedert. Nachfolgend ein paar meiner Reiseartikel, die ich im Laufe der Zeit gekauft oder gesammelt habe und nun mehr – oder weniger nütze:
Ich präsentiere meinen heißgeliebten Daypack von Deuter. Absolut toll und empfehlenswert, ohne den würde ich nicht mehr reisen. Viele praktische Taschen, der Reißverschluss lässt sich verstecken, sodass ihn das Sicherheitspersonal oft nicht findet. Die Polsterung am Rücken ist angenehm, aber nicht zu heiß. Der Bauchgurt ist ein einfacher Riemen und daher sehr praktisch. Die zwei Seitentaschen sind praktisch, um Taschentücher oder anderen wertlosen Kleinkram unterzubringen. Auch ein Knirps lässt sich darin gut verstauen und durchnässt nicht alles andere. In der unteren Tasche verstaue ich immer Regenjacke und feuchtes Toilettenpapier (flexibel als Handreinigung nützbar). Die große Innentasche ist auch super aufgeteilt, sodass Geldtasche, Pass & Co. entweder griffbereit eingepackt – oder in der Tiefe des Rucksacks versenkt werden können – und trotzdem mit einem gezielten Griff in der Hand sind! 🙂 Eindeutig: Für mich UNENTBEHRLICH.
Meine Entdeckung für lange Flüge, Nachtbusfahrten,…: Eine Nackenrolle aus dem Globetrotter-Shop. Sie ist aufblasbar und somit sehr klein zusammenfaltbar. Der Reißverschluss ist an einer Stelle angebracht, wo er nicht reiben kann und die Rolle ist mit einem weichen Stoff überzogen. Der reibt nicht wie Plastik, ist aber auch nicht schwitzig in der Hitze. Es ist wohl so ein ähnliches Material wie Fleece. Früher dachte ich ja immer, dass Nackenrollen nur was für Tussis und Pauschalurlauber sind. 😉 Mittlerweile revidiere ich diese Meinung komplett: Es ist einfach superangenehm, mit der Rolle zu schlafen und danach KEIN verspanntes Genick zu haben! Es macht einfach SINN, da man wirklich viel besser schläft und demnach ausgeruhter am Zielort ankommt. Nein, ohne meine Nackenrolle gibt’s keine längere Reise mehr! UNENTBEHRLICH.
Seit meiner ersten Backpacking-Reise reist diese Hose mit mir. Und ich weiß nicht, was ich mache, wenn sie einmal kaputt wird. Die Länge ist mit 7/8 optimal, sodass ich in alle Tempel,… kann, ohne mich umzuziehen. Sie sitzt nicht zu eng und ist aus einem dünnen Material, sodass ich darin nicht schwitze. Sie hat gefühlte hundert praktische Taschen vorne, hinten, oben, unten – dadurch lässt sich Geld, Taschentücher etc. super verteilen, sodass immer etwas zur Hand ist. Mit dieser Hose bin ich schon durch einen Dschungelfluss geschwommen, diese Hose ist schon mal komplett in Salzwasser eingetaucht. Und alles hat sie überlebt. Schön langsam bekommt sie ein kleines Loch, der Gürtel hält nicht mehr richtig,… *seufz* Ich glaube, es wird schwierig, nochmal so eine vielseitige Hose zu finden, die mir so gut passt, steht, quasi unkaputtbar is, auf der man keinen Dreck sieht,… UNENTBEHRLICH.
Aus reiner Gewohnheit nehme ich dieses Taschenmesser auf jede Reise mit. Man sieht, dass das Plastik schön langsam spröde wird – irgendwann wird also Ersatz fällig. Aber: Brauche ich überhaupt Ersatz!? Bisher ist das Messer noch auf keiner Reise zum Einsatz gekommen. Schön langsam für mich also ehrlich gesagt eher SCHNICKSCHNACK. Und das, obwohl jeder damit zu reisen scheint.
Machen wir doch gleich mit dem Besteck weiter. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich mir dieses nicht gekauft habe, sondern gesammelt habe. Der Löffel ist wirklich stabil. Da beides aus Plastik ist, ist es sehr leicht und lässt sich somit gut transportieren. Und so ein Löffel ist manchmal schon praktisch, sei es für ein Joghurt aus dem Supermarkt. Die Gabel habe ich noch nicht gebraucht, kann ich mir aber eher vorstellen, als das Taschenmesser. Ich würde sagen – weder noch. Weder unentbehrlich, noch Schnickschnack.
Das nächste Tussi-Accessoire nach der Nackenrolle. Dann bin ich eben ab jetzt eine Tussi. 😉 Die Augenmaske ist echt toll: weich, sitzt gut und liegt eng an, ohne zu drücken. Zusammen mit der o.g. Nackenrolle sichert sie einen guten Schlaf z.B. in Nachtbussen oder Flugzeugen, wo immer noch kleine Lichtquellen vorhanden sind, durch die man sich sonst evtl. leicht aufwecken lässt. Natürlich könnte ich ohne Augenmaske reisen, möchte es aber nicht mehr. Warum sollte man was Sinnvolles zu Hause lassen!? UNENTBERHLICH.
Vor meiner Thailand-Reise 2009 habe ich mir diese Stirnlampe bestellt. In Myanmar wäre sie schon recht praktisch gewesen, damals halfen wir uns noch mit normalen Taschenlampen. Der Vorteil gegenüber der Taschenlampe ist ganz klar: die Hände sind frei und man leuchtet automatisch dorthin, wo man gerade hinschaut. Auch wenn das mal negativ sein kann, wenn man jemanden anschaut und blendet. 😉 Die LED in meiner Lampe ist nicht soooo stark. Es reicht, um im Dunkeln Sachen zu suchen, den Rucksack zu packen, den Heimweg zu finden, den Sandboden nach Krabben abzuleuchten,… Für Bergtouren, die im Dunkeln starten, wäre eine stärkere Lampe angebracht. Für den Normalzweck einer Reise reicht sie aber. Und daheim bleibt die auch nicht mehr – UNENTBEHRLICH.
Ich präsentiere meine Jack Wolfskin Toilett-Tasche zum Aufhängen. In der Netztasche lassen sich z.B. Duschgel, Haarshampoo etc. verstauen. Die oberen Taschen eignen sich für kleineren Kram. Schnickschnack oder unentbehrlich? Der Haken zum Aufhängen macht sie für mich zu einem tollen und viel genützten Reiseartikel. Egal wie dreckig oder klein das Bad, irgendwas zum Aufhängen findet sich immer. Haken, Tür, Fenster, Duschknauf selbst,… hatte da noch nie ein Problem. Aber. Die Netztasche unten ist etwas klein. Ein Shampoo und ein Duschgel in durchschnittlicher Größe und es ist schon schwer zu schließen. Da passt dann nur mehr ganz wenig Make-up rein und auch nur eine kleinere Bürste. Die Taschen oben sind eigentlich zu klein für alles, z.B. Zahnbürste kann zwar in offenem Zustand eingesteckt werden, rollt man die Tasche aber wie vorgesehen zusammen,…tja, dann ist die Zahnbürste zu lang. Und wirklicher Kleinkram wie Nagelschere etc. rutscht leicht mal raus. Also eigentlich ist die Tasche teils, teils: Teils sehr praktisch und ich nehme sie seither immer als Reisetoiletttasche (auch bei beruflichen Reisen). Teils unpraktisch, weil ich oft noch ein extra Sackerl einpacken muss, mit den Tuben, die nicht mehr dort rein passen. Langfristig werde ich mir wohl eine größere Toiletttasche genau in der Art zulegen. Frisst zwar mehr Platz, aber den braucht man halt.
Ihr fragt euch jetzt bestimmt, was eine Trillerpfeife unter meinen Reiseartikeln zu suchen hat. Tja, das frage ich mich bisher auch. Irgendwann habe ich das in einer Packliste gesehen und dachte mir, irgendwie kann das doch praktisch sein. Nur für was!? Das Ding habe ich natürlich nicht gekauft, das war mal irgendein Werbegeschenk bei der EM oder so. Und da es auch quasi nix wiegt, stört es ja nicht im Daypack. Und falls ich mal in einer Situation das SOS-Geräusch pfeifen müsste – hab ich wenigstens so was dabei. Hoffen wir, dass es nicht dazu kommt und das Ding weiterhin SCHNICKSCHNACK bleibt.
Ok, das ist jetzt vielleicht nicht auf den 1. Blick erkennbar. Nein, es handelt sich nicht um die durchsichtigen, wiederverschließbaren 1-Liter-Plasticksäcke für die Handgepäcksregelung. Die sind sowieso ein Muss und nicht optional. Frag mich, wie viel Gewinn die Hersteller jetzt dadurch eigentlich machen. Whatever, back to the picture: Was ihr hier seht, ist ein Vakuumierbeutel. Man stopft das Ding voll mit Kleidung, presst es dann so zusammen, dass möglichst viel Luft rausgeht und verschließt es dann mit dem Zipp. Das entzieht der Kleidung noch mehr Luft. So nimmt diese weniger Platz im Rucksack weg und man kann mehr Shoppen. 🙂 Oder so. Außerdem gibt’s keine unschönen Knicks in der Kleidung und man sieht von außen, was man eingepackt hat. Lauter schöne Vorteile, hier kommt das Aber: So viel, wie ich erwartet hatte, wird das Volumen dann doch nicht reduziert. Zudem gehen die Verschlüsse manchmal von selbst auf oder werden mit der Zeit (2 Wochen Einsatz) schwächer. Sooo billig waren die auch nicht. Also wohl eher SCHNICKSCHNACK. Gute Idee, mangelhafte Ausführung.
Schreckliche Farbe, oder? I know. Aber leider gibt es die nur in der Farbe. Das, was ihr hier seht (und vielleicht auch nicht gleich erratet) ist mein Reisehandtuch. Fast zu groß zum Duschen, muss das mal kürzen. Und es fühlt sich ein bisschen an wie Leder, oder wie so ein spezieller Fensterputzlappen. Klingt toll, oder? Nein, so schlimm ist es gar nicht. Man gewöhnt sich daran und wird auch ganz normal trocken damit. Die Vorteile: 1. trocknet es im Vergleich zu normalen Handtüchern echt schnell. 2. lässt es sich sehr klein zusammenfalten (das ist jetzt wirklich der 1-Liter-Beutel), ist ganz dünn und nimmt somit wenig Platz weg. Zu 1.: Leider lässt es sich dadurch auch eher umständlich waschen; es saugt sich nicht so mit Flüssigkeit an und man muss es ganz schön lange einweichen, bis es mal richtig nass ist. Insgesamt aber eine gute Investition, wenn man auf Platz achten muss – UNENTBEHRLICH.
Mein Schloss: Noch nie verwendet. War zwar in Indonesien dabei, habe mich aber nie so unsicher gefühlt, dass ich es verwenden hätte wollen. Passt außerdem gar nicht an alle Türen, v.a. bei halbwegs modernen kann man wenig damit anfangen. Dennoch bin ich überzeugt, dass es noch gute Dienste leisten wird. Lasse ich mal ohne Beurteilung stehen.

Meine kleinen Helferlein. 🙂 Die Reißnägel habe ich bisher nur auf meiner ersten Backpacking-Reise mit Liesi durch Thailand gebraucht. Damit haben wir Moskitonetze befestigt. Die Kabelbinder habe ich teilweise als Rucksack-Verschluss verwendet. Das Nähset habe ich bisher noch nie gebraucht, es wurde halt noch nie was kaputt. Stell es mir aber recht praktisch und wichtig vor. Und es ist so mini, dass man es eher mal verliert, als, dass es vom Gewicht her auffällt. UNENTBEHRLICH.
Der Ortlieb Geldgürtel. Tja. Definitiv zu teuer. Und ich weiß wirklich nicht, ob ich das Ding jemals anschnallen werde. Prinzipiell finde ich einen Geldgürtel eine gute Sache. Nur dieser ist komplett aus Plastik, was ich mir schon mal sehr schwitzig vorstelle. Dann sind die Kanten noch so, dass ich mich frage, ob man sich damit nicht eventuell schneidet. In jedem Fall hat es beim ersten Probieren gerieben und gedrückt. Nicht bequem. Der Gürtel ist für meine Definition von Geldgürtel RIESIG. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich den nicht sichtbar unter meinem Gewand verstecken soll. Sobald die Shirts ein bisschen anliegen, sieht man doch alles. Meine theoretische Meinung jedenfalls. Ich werde das natürlich testen, in SOA fühle ich mich aber zu sicher dafür und würde es eher umständlich finden. Ein Pro muss man dem Gürtel allerdings lassen: Als ich ihn ausgepackt habe, habe ich erst mal EINIGE Zeit gesucht, bis ich die Öffnung gefunden habe. Ich war schon fast genervt von dem Teil. Mal sehen, ob und wie es sich jemals bewährt.
Ich nehme es gleich mal vorweg: SCHNICKSCHNACK. Ich werde es zwar in meinem Daypack lassen, aber nur weil es so klein und leicht ist. Ich habe noch nie einen Kompass genützt und mir war auch noch nie danach. Hab mich bisher auch ohne so ein Ding bestens orientiert. NOSW? Ich orientiere mich lieber an Restis, Hotels, Sights, Straßennamen etc. Himmelsrichtungen haben mir noch nie viel gesagt. Zum Thermometer: Dieses zeigt eigentlich immer eine höhere Temperatur an, als es tatsächlich hat. Irgendwas stimmt da nicht. Auch wenn das Ding im Schatten liegt, zu hohe Temperatur. Tja, Fehlinvestition.
Mein Reiseadapter ist natüüüürlich UNENTBEHRLICH. Da brauche ich auch nicht lange beschreiben, die Funktionsweise kennt ja jeder. Bisher war der Stecker meistens unnötig, da die Steckdose passte. Nur wenn nicht…hilft er in der Not. 🙂
DIE Entdeckung meines Indonesien-Urlaubs! Nie wieder ohne. Ich besitze die Ohrstöpsel von Hansaplast eigentlich schon länger, hatte aber immer ein bissl ein komisches Gefühl, mir so was ins Ohr zu stecken. Die Vögel im Indonesien-Urlaub (siehe Post „Ich hasse Vögel.“) haben mich dann recht schnell in der ersten Nacht überzeugt, die Stöpsel doch zu probieren. Anfangs ist es ein komisches Gefühl, und man muss sie auch gut eindrehen und passend reinstecken damit sie halten. Aber dann hört man wirklich nix mehr. Nicht mal mehr ein Gespräch mit dem Bettnachbarn kann man führen. Man hört zwar, dass der andere etwas sagt, aber beim besten Willen nicht mehr, WAS. Und ich habe immer herrlich geschlafen. Keine störenden Geräusche mehr, einfach durchschlafen ohne Hundebellen, laute Musik, Türenknallen, Katzen-Miauen, Geschrei,… Schön. Ich habe fast 14 Tage nur damit geschlafen. Ein kleines Problem gibt es leider: ich bin mir nicht sicher, dass ich jeden Wecker hören würde. Zu zweit (wenn der andere ohne Stöpsel schläft) natürlich kein Problem. Und nur so weit bin ich in meinem Test. Ich kann echt nicht neutral beurteilen, ob ich sonst immer aufgewacht wäre, oder nicht. Aber das wird noch getestet – besser, wenn kein Termin in der Früh ansteht. 😉 UNENTBEHRLICH.
