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The hardest part…

…about my world trip is saying goodbye! 

In den letzten Wochen habe ich mich mit vielen Freunden noch ein letztes Mal getroffen, noch einen Punsch, noch einen Kaffee, ein Mittagessen,… und habe meine Wohnung irgendwie nur selten gesehen. Mich von allen Menschen zu verabschieden, mit denen ich in den letzten Jahren so viel Zeit verbracht habe, fällt mir gar nicht leicht.

Einerseits versuche ich mir einzureden, dass ich ja wieder nach Wien zurück komme. Andererseits ist das erstens nicht 100% sicher. Zweitens wird es ja meistens nicht mehr genau so, wie man es in Erinnerung hat. Insofern versuche ich gerade, jede Minute zu genießen und die 24 Stunden jedes Tages bestmöglich zu nützen. Was de facto so viel wie „wenig Schlaf/viel Alkohol“ bedeutet 😉 😉 😉

Heute ist es so weit und es geht mit (über)vollem Auto Richtung Heimat (Bad Ischl), wo ich die nächsten Wochen vor dem Abflug verbringen werde. An dieser Stelle Ciao & Babaaaa an alle Wiener – ich hoffe, wir sehen uns 2013 alle gesund und munter wieder!! 🙂

Somebody Get Me A Doctor

Dieses Jahr habe ich so viele Ärzte besucht, wie noch nie zuvor. In den letzten Wochen war ich jeweils min. in einer Arztpraxis: Letzte Impfungen, einfach durchchecken lassen etc.

Die liebe Gesundheit ist leider mit den Flügen der teuerste Part an meiner Weltreise. Während in Deutschland von den meisten Krankenkassen alle Impfungen erstattet werden, werden wir in Österreich total abgezockt. Ich habe jetzt alle Impfungen, die es gibt – bis auf Cholera (keine guten Impfstoffe verfügbar) und Influenza. Von Gelbfieber über Tollwut bis zu Japanische Enzephalitis kann mich nun nichts mehr umhauen! 😀 Allerdings musste ich dafür tief in die Tasche greifen. Ein Beispiel: Eine Tollwut Impfung kostet rund 80€ – mal DREI, da man drei Spritzen bekommt!

Außerdem habe ich noch eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung gemacht, die mich 50€ gekostet hat. War eine sehr interessante Erfahrung. In immer mehr Ländern wird eine ärztliche Bestätigung gefordert und unterwegs ist diese nicht immer zu bekommen. Außerdem hatte ich öfter Probleme mit meinen Ohren und wollte sicher gehen, dass alles passt. Und JA, ich bin absolut tauchtauglich. 😀

Der teuerste Part ist aber die Versicherung. Auch hier haben es unsere Nachbarn in Deutschland easy: Im Ernstfall muss die letzte Krankenkasse dich wieder aufnehmen, wenn du krank zurück kommst. Sprich, Deutsche brauchen nur eine Auslands-KV. Diese sind eigentlich relativ günstig. Ich werde meine bei Hanse Merkur abschließen und ca. 700€ für den gesamten Zeitraum bezahlen. Das Problem ist die GKK in Österreich, die nicht verpflichtet ist, dich wieder aufzunehmen und das auch „ganz sicher nicht machen wird“ (Zitat GKK Betreuer) wenn du krank zurück kommst. Da es in Österreich keine Versicherungspflicht gibt, kann man entweder risikofreudig sein und keine Versicherung abschließen. Im Ernstfall verschuldet man sich dann extrem, da Spitalkosten irre sind. Oder man schließt eine freiwillige Selbstversicherung ab. Die Höhe der monatlichen Kosten orientiert sich an den letzten 3 Monatsgehältern. Man kann einen Antrag auf Herabsetzung des Beitrags stellen, wobei „Herabsetzung“ wohl nur ironisch gemeint sein kann. 😦 Fakt ist, ich werde pro Monat etwa 270€ an die GKK zahlen, obwohl ich nicht mal in Österreich bin. Sprich: In nicht mal 3 Monaten gebe ich in einem Land, in dem ich nicht mal wohne, mehr für die Versicherung aus, als für die Auslands-KV die WELTWEIT gilt. WTF!??!?

Wie auch immer. Bei der Gesundheit sollte man meiner Meinung nach als Letztes sparen. Schließlich gibt es immer noch genug Krankheiten, gegen die es keine Impfung gibt. Ich sag nur Dengue und Malaria von meinen geliebten Moskitos, die mich gerne von oben bis unten zerstechen und denen es scheinbar vollkommen egal ist, ob ich nun Moskitospray verwende oder nicht.

Ich mache eine Weltreise! :)

Wenn ich erwähne, dass ich nächstes Jahr eine Weltreise machen werde, stößt diese Aussage meistens auf ziemlich viel Begeisterung. Und immer wieder die gleichen Fragen. Hier möchte ich nun einmal ein paar Antworten geben 🙂

Wie lange?

Das ist eigentlich relativ offen. Für den Mittelamerika-Teil plane ich 2-3 Monate, für den Südamerika-Teil 4-6. Nachdem ich auch min. 5 Monate in SOA verbringen möchte, ergibt sich somit eine Reisedauer von etwa einem Jahr/12 Monaten. Je nachdem, wie lange Zeit und Lust reichen, ist die Reise natürlich nach hinten dehnbar. Aber seid mir umgekehrt auch nicht böse, falls ich das Reisen doch nicht so toll finde wie gedacht und schon nach ein paar Monaten wieder vor der Tür stehe 😉

Wohin?

Da möchte ich mich noch nicht so genau festlegen. Der Mittelamerika-Teil ist (relativ) fix, danach möchte ich in Südamerika gerne Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien sehen. Dann wird es unklar. Ozeanien: ja oder nein? Lieber gleich nach SOA? In SOA möchte ich den Loop Nordthailand-Laos-Kambodscha machen, wieder nach Malaysia und Indonesien und in Nepal trekken. Aber bleibt danach evtl. noch Zeit für Afrika? Schön wäre es schon. Ich werde ziemlich viel spontan entscheiden und von meinem (verbrauchtem) Budget und meiner Reiselaune abhängig machen. Schließlich gibt es einfache und schwierige, günstige und teure Reiseländer.

Mit wem?

Starten werde ich zusammen mit einem Freund – Simon. Er wird den Mittelamerika-Teil mit mir machen (3 Monate). Außerdem habe ich inzwischen schon ein paar Kontakte zu Reisenden, die sich zu ähnlicher Zeit an ähnlichen Orten aufhalten (könnten). Und lange alleine bleibt wohl niemand auf Reisen. Nachdem ich ja nicht ganz schüchtern bin 😉 mache ich mir da wenig Gedanken.

Wie viel kostet das?

Das wird sich noch herausstellen 😉 Im Internet findet man hunderte Schätzungen. Da sich aber Reisen und Reisende sehr unterscheiden (zu Fuß um die Welt mit minimal Budget vs. Luxus-Reise), fällt mir eine Abschätzung relativ schwer. Im Schnitt sollte man 1.000€/Monat als reines Reisebudget einplanen (Essen, Trinken, Schlafen, kleinere Transfers). Wenn an jetzt aber eher teure Länder wie z.B. USA, Japan und Australien bereist, steigt dieser Schnitt deutlich! 😉 Dazu kommen Kosten für Sonderaktivitäten (Touren, Tauchkurs,…), längere Transfers bzw. Flüge, Versicherung, Ausrüstung, Medikamente und Impfkosten in der Heimat. Wir werden sehen, wie lange meine Ersparnisse reichen. Nach den ersten paar Monaten in Mittelamerika kann ich mir bestimmt ein besseres Bild machen.

Was nimmst du mit?

Einen großen Rucksack (60+10 L) und einen kleinen Daypack (ich glaube 25 L). Da muss alles reinpassen – und glaubt mir: das ist sehr sehr wenig Platz! Ich werde hier noch eine genaue Packliste posten, wenn es so weit ist. Wer mich kennt, weiß, dass ich natürlich schon mal probegepackt habe. Nach den ersten Verzweiflungen und radikalen Reduktionen werde ich nun wohl auf einen locker vollen (aber: vollen) 60L kommen (die +10 L will ich erst mal nicht nützen), der ca. 14kg wiegen wird. Mehr geht nicht, Punkt.

Warum jetzt?

Weil es den idealen Zeitpunkt einfach nicht gibt. Es wird immer entweder im Privatleben oder beruflich Gründe geben, die für’s Verschieben sprechen würden. Und dann schiebt man es so lange hinaus, bis nie etwas daraus wird. DARUM jetzt. 🙂

Warum überhaupt?

Diagnose: Reisesucht. Obwohl – „Sucht“ klingt so negativ, nennen wir es lieber „Reisefreude“. 😉 Das Lustige ist, dass ich mich noch genau erinnern kann, in welchem Moment diese erwacht ist: 2007 war ich im Auslandsemester in Malaysia. Ca. 1 Monat vor dem Ende habe ich bemerkt, dass ich mir eigentlich viel zu wenig angeschaut habe – in der genialen Region, in der ich war. Viel zu viel Zeit einfach nur mit Party und am Pool verbracht habe (ok, hauptsächlich mit Party 😉 ). Am Ende bin ich noch 3 Wochen mit meiner Schwester durch Thailand gereist – das erste Mal mit dem Rucksack unterwegs. Spontan sind wir von Krabi auf Koh Lanta (Insel südlich von Phuket) gefahren und genauso spontan haben wir uns einen Roller geliehen und meine Schwester hat mal schnell das Fahren gelernt. Wir zwei, auf dem Roller quer über die Insel, strahlend blauer Himmel, geniale Landschaft um uns herum…….in dem Moment waren wir so glücklich, dass wir einfach nur mehr gesungen haben. Und da habe ich bemerkt, wie toll es ist, unterwegs zu sein, neue Eindrücke zu sammeln und sich einfach treiben zu lassen 🙂

Seit wann planst du das schon?

Seit damals 😉 Die konkrete Planung hat natürlich erst in den letzten Monaten angefangen. Davor habe ich v.a. Reiseberichte gelesen und mich inspirieren lassen. Während ich anfangs einfach 8 Monate lang SOA bereisen wollte, hat sich das Ganze nach und nach immer mehr ausgedehnt, zeitlich und auf Regionen bezogen.

Und was machst du danach?

Da gibt es verschiedenste Möglichkeiten: a) Ich gründe eine Hilfsorganisation in Nicaragua, b) ich werde Profi-Surferin in Australien, c) ich konvertiere zum Hinduismus und gehe in ein indisches Kloster, d) ich werde Löwenpflegerin in Südafrika. Und wer mich jetzt ernst genommen hat, sollte meinen Blog besser nicht lesen. 😉 😉 Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, was ich danach machen werde. Momentan ist für mich die wahrscheinlichste Variante eine Rückkehr nach Wien – momentan.