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Amsterdam mit Hut!

Ende Juli habe ich mit Simon zusammen ein Wochenende in Amsterdam verbracht. Leider hatten wir ziemliches Pech mit dem Wetter: Es war so kalt, dass wir uns zuerst mal einen wärmeren Pulli kaufen mussten. Sonst hat mir die Stadt aber sehr sehr gut gefallen! Aber let’s start at the beginning:

Freitag Abend Start Flughafen Wien. Astrid und Simon treffen sich, setzen mitten auf den Boden in die Sonne und genießen ihr Bier. Und die komischen Blicke mancher Passanten. Ca. 30 Min. später: Auf zum Gate und warten. Astrid: „Mir ist langweilig.“ Simon: „Ich will ein Bier.“ Simon geht auf Bier-Suche, das Ergebnis entpuppt sich als ziemlich teuer. Aber dafür gibt es gerade eine Wein-Aktion, was sich auf den Flüssigkeits- und Alkoholgehalt hochgerechnet viel mehr auszahlt. Wein wird in Spezialsack eingepackt. Simon: „Darf man den schon wieder auspacken? Was machen wir mit der halbvollen Flasche?“ Astrid packt einfach aus, das Trinkvergnügen beginnt. Nach einer halben Stunde ist die Flasche plötzlich leer und das zweite Problem damit auch gelöst. Der Flug vergeht dann mit noch einem Bier entsprechend schnell. In Amsterdam angekommen plagen wir uns mit dem niederländischen Ticketautomaten, bei dem man zwar am Anfang Sprachen auswählen kann, am Ende aber doch nur alles auf Dutch erklärt ist. Geschafft – ab in den Zug – 20 min später ab in die Tram – Wohnung von Couchsurferin suchen – arrived!

Mit Bridget hatten wir echt einen netten Host gefunden, die uns auch gleich mit ihrem Freund zusammen auf eine Bar-Tour mitnahm. War eine lustige Nacht und das Schöne war, auch in Bars zu kommen, die der normale Touri nicht sieht. Das Rotlichtviertel hat mich etwas schockiert/fasziniert/… ähm. Ich war dann doch ein bissl überfordert, weil ich es mir nicht ganz so offen und direkt vorgestellt habe. Keine Ahnung, was ich mir gedacht habe. Auch die Coffeeshop Kultur ist sehr interessant und in manchen Straßen riecht es einfach überall nach Gras. Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, wir waren in keinem Coffeeshop, sondern haben beschlossen unsere wenige Zeit besser zu nützen!

Am Samstag haben wir ein bisschen länger geschlafen und sind dann gemütlich durch die Stadt spaziert. Die Grachten und die alten (total schiefen!!) Häuser sind echt schön und Amsterdam wirkt echt nicht wie eine Stadt sondern eher wie ein größeres Dorf. Mag auch daran liegen, dass man fast keine Autos sieht. Ganz Amsterdam – egal welchen Alters, mit welchem Outfit etc. – ist auf Fahrrädern unterwegs. Diese waren für mich auch die größte Sehenswürdigkeit von Amsterdam!! Richtig alte Drahtesel, teilweise eine Überraschung, dass sie noch fuhren. Teilweise verrostet, meistens ohne Gänge, teilweise nur mit Rücktrittbremse,… Wir haben dann auch erfahren, dass neuere Fahrräder sofort gestohlen werden und sich deshalb niemand mehr ein neues kauft. Rad-Absperrungen werden in Amsterdam auch „etwas“ ernster genommen, also bei uns: min. eine wenn nicht zwei dicke Eisenketten!! Fahrräder, die nicht an einem festen Gegenstand befestigt sind, werden oft aus Spaß in die Kanäle geworfen… Zitat Reiseführer: Die Kanäle sind etwa 3 Meter tief: 1 Meter Schlamm unten, 1 Meter Wasser oben – und dazwischen 1 Meter Fahrräder!! 😉

Stichwort Stadtführer. Wir haben von Bridget von einer gratis Stadtführung erfahren und uns zum Glück dafür entschieden. Zum Glück deshalb, weil es TOTAL interessant war und der Guide alles super rübergebracht hat. Keine trockenen historischen Fakten, sondern immer mit ein bisschen Humor und Ironie – und auch nette andere Geschichten, wie z.B. eben über die Fahrräder. Oder über die Entstehung der Prostitution in Amsterdam – und die Beichten der Seefahrer danach. Wirklich eine top Stadtführung, die insgesamt ganze 4 Stunden gedauert hat!! Wir haben wirklich sehr viel gesehen und gelernt… Entsprechend k.o. waren wir danach, haben uns schnell eine Pizza reingehauen und sind dann „heim“ zu Bridget. Dort wollten wir eigentlich kurz relaxen, waren aber so müde, erfroren und voll vom Essen, dass wir einfach eingeschlafen sind. 😉

Sonntag stand eine Grachtenfahrt auf dem Programm: Amsterdam vom Boot aus. Auch im Boot war wieder ein (automatisierter) Reiseführer, wieder einiges Interessantes erfahren. Und es gibt wirklich nochmal eine ganz andere Perspektive vom Wasser aus! Manchmal sind die Kanäle so schmal, dass man glaubt, das Boot bleibt gleich stecken oder schafft die Wendung nicht. Doch: alles gut gegangen und wir konnten voller Energie noch den Vondelpark anschauen. Wegen des Wetters war wohl nicht so viel los wie sonst, aber trotzdem eine schöne grüne Oase zum kurz Relaxen. Leider war die Zeit dann eh schon knapp, sodass wir nur noch ein bisschen gebummelt sind, etwas gegessen haben und dann schon zum Flughafen mussten! 😦 Amsterdam ist eine nette, kleine Stadt, die man sehr gut zu Fuß (oder per Rad) erkunden kann – und man sieht viel an nur einem Tag/zwei Tagen. Definitiv eine Stadt, in der man auch mal länger wohnen könnte… toller Spirit, sympatische Niederländer mit cooler Sprache (haben uns oft über Ausdrücke kaputt gelacht!!). So lange du niemandem schadest, kannst du dort tun und lassen, was du willst… I like!

Hier die Foto-Story dazu

Wieder mal ein Wochenende in… Paris!

Im Juli habe ich wieder einmal ein Wochenende in Paris verbracht und Myriam besucht. Ich konnte das wieder gut mit einem Kundentermin verbinden, sodass ich gleich zwei Reisegründe hatte.

Diesmal hat das Wetter allerdings nicht mitgespielt: Angekommen bin ich Samstag Vormittag bei Nieselregen. Daher gab es erst einmal einen leckeren Brunch bei Myriam, bevor es zum Shopping ging. Ich habe mir diesmal ein Limit von max. 4 Paar Schuhen gesetzt und dieses sogar untertroffen!! *stolz* 🙂 3 Paar Schuhe wurden es dann doch, 2 Shirts und noch ein paar kleinere Sachen… Was soll man auch sonst machen, bei so einem Wetter!? Abends gab es dann wieder reichlich Essen (viel, viel Käse, Baguette, Tapenade,….) und natürlich Wein – bevor wir auf eine 80er/90er Party gezogen sind. Die war für mich nicht so toll, da doch viele französische Songs gespielt wurden, die ich nicht kannte – und v.a. da ich wegen dem frühen Aufstehen sehr sehr müde war. Trotzdem war es ein sehr lustiger Abend!!

Am nächsten Tag haben wir entsprechend länger geschlafen, wieder viel gefrühstückt und sind dann ins Musée Rodin, das für alle unter 26 Jahren gratis ist. 🙂 Zum ersten Mal war ich auch von Skulpturen beeindruckt, das Museum ist wirklich zu empfehlen! Danach Stadtbummel, Kaffee,… eher relaxed. Abends hat Myriam dann nochmal echt lecker gekocht. Ich habe schon lange nicht mehr so viel gegessen, wie an diesem einen Wochenende!!! Lecker war’s.

Montag dann Kaffee, Meeting, Stadtbummel mit meiner Kollegin…und noch ganz kurz ins Centre Pompidou. Wobei ich immer meinen Flug im Kopf hatte und deshalb außer der Aussicht nichts mehr genießen konnte. Was ich gesehen habe, hat mich aber echt beeindruckt und das Centre steht für meinen nächsten Paris-Besuch ganz oben auf der Liste!

Hier geht’s zu den Fotos – allerdings ist das eine Sammlung aller Paris-Besuche der letzten Jahre…:

Rund um den Neusiedlersee

Vor ein paar Wochen habe ich mit meinem Papa eine Radtour rund um den Neusiedler See unternommen. Die Natur dort ist echt wunderschön, mit vielen Sonnenblumenfeldern und teilweise unendlichen Weiten. Allerdings war es extrem heiß, fast kein Schatten und für mich als „Untrainierte“ ganz schön anstrengend. V.a. die Unterkunftssuche auf der ungarischen Seite entpuppte sich als schwieriger, als zuerst vermutet.

Lustigste Anekdote des Wochenendes: Kurz vor Ungarn fragt mich Papa „Du, haben die in Ungarn eigentlich den Euro?“ Ich: „Ähhhhhmm!?!? Keine Ahnung. Du bist doch der Währungsexperte.“ Beim ersten Restaurant Stopp, Blick auf die Speisekarte – nix mit Euro, hier steht alles in Forint! 😉 Ich hole meine Handys raus, versuche irgendwie übers Internet den aktuellen (komplizierten) Wechselkurs zu erfahren. Wir suchen nach einem Bankomaten und finden keinen. Aber zum Glück haben die Ungarn auch unsere Euros (trotz Krise…!?) gerne genommen. Oft zu erstaunlich günstigen Wechselkursen. Achja, und Ungarn ist bis auf die Unterkünfte SPOTTBILLIG. Ich war über jeden Preis jedes Mal wieder fasziniert. Da ist man nur kurz über der Grenze und schon gibt es ein Abendessen beim Italiener inklusive Getränke um nur 14€ und die Eiskarte hört beim Maximal-Preis von 3,50€ auf! WTF!??! Wie geil ist das denn. Ich glaub ich hab eine europäische Alternative zu Thailand gefunden. 😉

Hier die Fotos von unserem Rad-Hitze-Abenteuer: