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Abenteuer Guatemala – Teil 1

„Wenn Belize noch zu Guatemala gehoeren wuerde, waere Guatemala landschaftlich DAS perfekte Land.“ (ich zitiere mich hiermit selbst)

Fast ein Monat haben wir jetzt in Guatemala verbracht – und dabei unendlich viel erlebt! Ich denke, mit einzelnen Daten wird das langsam zu muehsam, daher fasse ich ab jetzt immer Orte zusammen…

22.01.2012 Grenzueberquerung Belize – Guatemala

Um euch mal einen Einblick in das Reisen eines low-budget Backpackers zu geben – hier die Beschreibung unserer Fahrt von San Ignacio (Belize) nach Flores (Guatemala): Wir nehmen den ersten Local Bus von San Ignacio nach Benque Viejo del Carmen (und treffen dabei einen 60-jaehrigen Italiener wieder, den wir in Bacalar, Mexiko, kennengelernt hatten). Von Benque an die Grenze gibt es keine Busse, sondern nur Taxis. Es sind ca. 3,5km – die Taxler wollen vollkommen ueberteuerte 5 USD dafuer. Nicht mit uns – wir gehen lieber zu Fuss, auch wenns bergauf/bergab geht und ich insgesamt mit 22kg bepackt bin. Zum Glueck brennt die Sonne noch nicht so, sodass ich es irgendwie grad halt durchstehe 😉 Nach der Grenze gehen von Melchor de Mencos Colectivos (Minibusse) nach Flores. Der Preis betraegt einheitlich (auch fuer Locals!) 6 USD, was wir aber erst danach erfahren. Nachdem wir vorher ueber 4 USD informiert wurden, verhandle ich so lange in einem Spanisch-Englisch-Mischmasch, bis wir nur 5 USD zahlen muessen. 🙂 Die Fahrt geht abwechselnd ueber total neue asphaltierte Strassen und schlimme Schotterpisten. Ziemlich bumpy, aber dafuer waren wir von den vielen gruenen Huegeln gleich mal angetan und beeindruckt! Der Bus ging jedoch nur bis Santa Elena, dem Nachbarort von Flores. Da wir uns wieder kein Tuktuk leisten wollten (haette 1 Euro gekostet), hiess es wieder Rucksack aufschnallen und diesmal ca. 2km laufen – dafuer in PRALLER Sonne. Als wir dann endlich im Hostel waren, haette ich wohl jedes Bett genommen – noch lieber aber eines um 30Q (= 3 Euro). Nachdem wir Hunger hatten, machten wir uns auf Essenssuche und fanden Staende, die Burritos um 5-7Q verkauften – nicht sooo lecker, aber um den Preis darf man nicht jammern 😉

23.01.-24.01. Flores, Guatemala

Am ersten Tag in Flores haben wir uns 2 Sachen vorgenommen: 1) die Grutas (Hoehlen) Aktun-kan anschauen und 2) ein Handy besorgen. Beides war ein Abenteuer fuer sich! Zuerst sind wir zu Fuss zu den Hoehlen, was wieder 3-4km Fussmarsch hiess. Wir waren die einzigen Touris. Wir kommen an und es stehen zwei Militaer-Wagen mit voller Mannschaft davor. War uns zuerst ein bissl unheimlich, v.a. weil alle bewaffnet waren, aber sind dann einfach vorbei und haben die Hoehle besichtigt… Und die war der HAMMER!! Der Aufseher hat uns nur kurz den Eingang gezeigt und dann waren wir uns selbst ueberlassen. Keine Wege, kein Licht, keine Hinweisschilder…ausser Schildern, die bestimmte Steinformationen als „Elefantenfuss“, „Himmelspforte“, „Totenkopf“ oder aehnliches beschrieben… 😉 Die Hoehle war voll mit hunderten glitzernden Stalaktiten und Stalakmiten in allen moeglichen Groessen – einfach nur Wahnsinn!! Wir sind ca. 40min darin herumgewandert, was richtig richtig toll war – aber mir irgendwann auch ein bissl unheimlich, weil ich Angst hatte, dass wir den Ausgang nicht mehr finden (viele Abzweigungen). Auf dem Rueckweg haben wir uns dann lange zu einem Handyshop durchgefragt und es endlich geschafft, ein Handy zu bekommen – inkl. 100 Q Guthaben, inkl. Freischaltung 190Q – yesss! 🙂

Fuer den naechsten Tag hatten wir eines der Highlights geplant – den Besuch von Tikal! Den Ausflug haben wir zusammen mit Toni, Mirco und Knud unternommen – und in so einer Gruppe wars gleich viel lustiger 🙂 Um 5 Uhr hat uns unser Pick-up mit einer halben Stunde Verspaetung (guatemaltekische Zeitrechnung) abgeholt – bis wir dann am Gelaende waren war es mit Fahrzeit und ein paar Verzoegerungen 7 Uhr. Wir sind dann ganze 6 Stunden am weitlaeufigen Gelaende herum gewandert und haben uns (bis auf vielleicht 1-2 Ruinen) wirklich alles angeschaut. War ziemlich anstrengend, aber sehr sehr genial!! So viele alte Ruinen, quer ueber den Dschungel verteilt, unterschiedlich gut erhalten,…auf einige konnte man sogar rauf und die tolle Aussicht geniessen: Dschungel bis zum Horizont!! 🙂

Und in diesem Dschungel leben natuerlich auch Tiere… ein paar davon haben wir auch zu Gesicht bekommen: einen Specht, ein paar kleinere Affen, einen totaaaaal suessen Nasenbaer und noch ein paar unidentifizierbare 😉 Den Bruellaffen haben wir leider nur gehoert, nocht gesehen…

25.01.2012 Flores – Poptun

Nach einer kurzen und kurzweiligen (aelteren Deutschen mit gleichem Ziel getroffen) Busfahrt von nur ca 2h sind wir in Poptun angekommen. Der Bus war klapprig, aber halbleer und die Strasse wieder in super Zustand. Eigentlich sind wir gar nicht direkt in Poptun, sondern etwas ausserhalb auf der Finca Ixobel. Und hier ist es einfach toll!! Magisch ist wahrscheinlich der richtige Ausdruck. Es ist total friedlich, ruhig, mitten im Gruenen, viele kleine Haeuschen am Grundstueck verteilt, idyllischer Badeteich, tolle Touren im Angebot, grosse Book Exchange (wird wichtig, wenn man laenger reist), leckeres Essen,… hab mich dort so richtig wohl gefuehlt!

26.01.-27.01.2012 Poptun / Finca Ixobel

Am 26.01. haben wir gleich eine kleine Wanderung auf einen pyramidenartigen Huegel neben der Finca unternommen. Leider bekamen wir nicht die tolle Aussicht zu sehen, die wir erwarteten, weil der Huegel ziemlich verwachsen ist. Die Wanderung war auch eher eine Kletterpartie, da der Weg einfach ziemlich schnurgerade auf die Pyramide fuehrt. Danach haben wir uns kurz im Badesee erfrischt, bevor es fuer mich zu einem 2h-Ausritt ging. Der Ausritt war ziemlich genial: Zuerst durch duenne Nadelwald, dann ueber Felder, viel durch den Gatsch, auf einen kleinen Huegel etc. v.a. das Galoppieren war wieder mal suuuuper! Leider waren die Saettel aus Holz, sodass mein Hintern danach ordentlich weh tat 😉

Fuer den naechsten Tag hatten wir eine Tour zur/in die Cueva del Rio gebucht. Wir – das waren in dem Fall die halbe Finca-Mannschafft: Darja (Slowenin, die dort arbeitet), Jackie (Kanadierin), Giovanni (Italien), Nam (USA/Vietnam), Simon und ich. Mir hat die Tour leider aus verschiedenen Gruenden nicht so gefallen: Durch den starken Regen in der Nacht wurde die 2h-Wanderung zur Hoehle (und zurueck) zu einer einzigen Schlammschlacht, wo wir oft knoecheltief versunken sind. Ausserdem hat der Guide ein Hammertempo vorgegeben – als ob er das Ganze nur „abhaken“ wollte. Wir sind durch wunderschoene Natur, aber zum Geniessen, in Ruhe schauen, beoachten etc. war keine Zeit. Fand ich gar nicht toll. Mann, ich bin doch nicht hier, um Sport zu machen, sondern um das Land zu SEHEN! Die Hoehle selbst war dann allerdings ziemlich genial. Wir sind die meiste Zeit geschwommen oder gewatet, da (wie der Name schon sagt) ein Fluss durch die Hoehle fliesst.

28.01.2012 Poptun – Rio Dulce – Livingston

Eigentlich wollten wir von Poptun ueber Fray Bartolome de las Casas nach Coban bzw. in die Gegend. Doch meistens kommt es anders, als man denkt… Jedenfalls sind wir in der Frueh vor an die Strasse, um einen Bus aufzuhalten. Nachdem ewig keiner kam, kamen dafuer 2 Franzosen mit einem uralten roten VW Kaefer! Celine hat das Auto in Tulum gekauft und ist momentan mit Antoine unterwegs. Die beiden wollten uns bis nach Modesto (Abzweigung nach Fray) mitnehmen – doch… auf einmal kamen vom Auto seltsame Geraeusche und wir mussten in eine Werkstatt. Nachdem es mit den beiden echt lustig war, sind wir geblieben und dann mit ihnen weiter nach Rio Dulce – bis Fray haetten wir es in Bussen eh nicht mehr geschafft an dem Tag und uspruenglich hatte ich eh immer vor, nach Rio Dulce bzw Livingston zu fahren… War dann allerdings noch sehr stressig, das letzte Boot um 16 Uhr von Rio Dulce nach Livingston zu erwischen; Bootsstation finden, Parkmoeglichkeit suchen, Tickets kaufen, einkaufen,…auf das Boot springen! 😉 Livingston ist eine „Bezirkshauptstadt“, die ausschliesslich mit dem Boot erreichbar ist und wo hauptsaechlich Garifuna (siehe Belize) leben. Auf der Fahrt haben wir dann schon ein bissl Rum-Orange getrunken und es war recht lustig 😉 Die Fahrt insgesamt war schon auch recht schoen – allerdings sooo empfehlenswert und ueberragend (im Gegensatz zu anderen Fluss/Dschungelbootsfahrten) fand ich es dann wirklich nicht…

29.01.2012 Livingston

Gleich mal vorweg: Livingston ist eeeecht keine Schoenheit! Wir haben uns die Stadt ein bissl angeschaut und sind dann zu den Siete Altares spaziert. Das sind natuerliche Wasserbecken, die nach einem Wasserfall entstanden sind. Diese selbst waren auch wirklich schoen – allerdings hatten wir Wetterpech und mit grauen Wolken leuchtet das Wasser nicht ganz so blau… Der Weg dorthin war allerdings wirklich lang, langweilig und vor allem: sehr sehr dreckig!!! Haben sogar einen toten Hund gesehen, der schon ganz weiss und aufgedunsen war und einfach am Strand langsam verrottete… 😦 Grausig. In dem Dreck dann mit Flip Flops unterwegs sein war nicht so toll – ausserdem mussten wir zwischendurch immer wieder durch die braune Bruehe (= Meer) waten, das einfach nur dunkel und total verdreckt war und wo man nicht wusste / nicht wissen wollte wo man hinsteigt… Nein also…gibt echt schoenere Wanderungen! Zurueck sind wir eine Strasse entlang, was auf jeden Fall besser war. Da es in Livingston nicht viel zu sehen gibt, das Wetter nicht auf unserer Seite war und es uns somit echt nicht besonders gefiel…ging es am naechsten Tag weiter!

30.01.2012 Livingston – Puerto Barrios – Rio Dulce – Coban

Klingt lang, war es auch. Um 5 Uhr sind wir aufgestanden und die (viel!!) guenstigere Variante von Livingston ueber Puerto Barrios (Boot) und dann mit dem Bus weiter nach Rio Dulce gefahren. Von Rio Dulce aus ging es mit dem Kaefer von Celine weiter nach Coban – zuerst eine Autobahn-aehnliche Strecke, dann wurde es immer kuehler und es ging kurvig in die Berge hoch – die Strasse war dann nicht mehr die allerbeste. In Coban sind wir kaputt angekommen und haben nur noch schnell eine Tour nach Semuc Champey und Lanquin fuer den naechsten Tag gebucht…

31.01.-01.02.2012 Coban / Semuc Champey / Lanquin

Um 6 Uhr ging es los: Kurz zum Fruehstueck und dann nach SEmuc Champey – und WOW: Ab Lanquin war die Strasse echt mega-mega-schlecht!! Gut, dass wir das nicht mit dem VW probiert haben… 😉 In Semuc gibt es eine Art Rundweg, der zuerst zu einem Mirador fuehrt, wo man eine super Aussicht auf die wunderschoenen Naturpools (viel schoener natuerlich als Siete Altares!!!) hatte und das beruehmte Postkarten-Foto selbst schiessen konnte 🙂 Danach haben wir uns einen Teil des Cahabon Rio angeschaut, der tosend in einer Hoehle verschwindet und erst hunderte Meter weiter unten wieder auftaucht. Auf der Strecke dazwischen verlaeuft er komplett unterirdisch – oben sieht man dafuer eben die tuerkisen Naturpools. Dort waren wir am Ende dann und haben trotz kuehlem, regnerischem Wetter gebadet und die Pools genossen – wirklich ein schoenes Erlebnis!! Am Abend sassen wir dann alle zusammen (eine Gruppe Israelis, ein Kiwi, Celine und wir) und haben Karten gespielt – was dann irgendwann unweigerlich zu Trinkspielen umgeschwankt ist 😉 War eine super lustige Runde – auch wenn mein Kopf am naechsten Tag ein bissl gezickt hat 😉

Am naechsten Tag hatten wir ein bissl Zeit zum Relaxen (und Ausnuechtern 😉 ), bevor wir wieder abgeholt und zu den Hoehlen von Lanquin gebracht wurden. Leider hatten wir nicht wirklich viel Zeit dort drinnen und haben auch nicht die komplette Hoehle gesehen (war anscheinend zu rutschig) – also Aktun-kan hat mir eindeutig besser gefallen! Beim Rausgehen haben wir dann lustigerweise einen Ami und einen Iren wieder getroffen, mit denen wir in Tulum in der Casa del Sol Party gemacht hatten! So klein ist die Reise-Welt 🙂

In Coban hatten wir leider eine unschoene Diskussion mit Celine, die auf einmal viel zu viel Benzingeld von uns haben wollte. Obwohl wir nicht mit ihr weiterfahren wollten und der Tank noch min. halb voll war, sollten wir komplett dafuer bezahlen. Sind ihr dann total entgegen gekommen – aber sie hat nichts mehr mit uns geredet und sich nicht mal mehr verabschiedet… tja, auch so koennen Reisebekanntschaften leider enden!

02.02.2012 Coban – Nebaj

Mit verschiedenen Colectivos ging es von Coban nach Nebaj – ueber die schlechtesten Strassen, die ich jemals gesehen habe! Teilweise echt abenteuerlich – und so wie manche Fahrer hier fahren… Ein Teil der normalen Strasse ist naemlich seit einem Erdrutsch vor ca 2 Jahren nicht mehr passierbar – es gibt eine Alternativroute, aber die ist mehr als abenteuerlich! Solche durchgehenden Minibusfahrten sind nicht so toll…irgendwann hat man so Durst, kann aber nichts mehr trinken, weil man schon seit 2h aufs WC muesste – und bekommt dann richtig Kopfweh, weil man viel zu wenig getrunken hat…… So interessant und landschaftlich schoen die Fahrt auch war, war ich dann sehr froh, angekommen zu sein! Wir haben viele sehr nette Guatemalteken kennengelernt und den Weltrekordversuch von „wie viele Leute passen in einen Minibus“ miterlebt 😉 Als ich dann mal ganz dringend aufs WC musste, hat der ganze Bus auf mich gewartet und alle haben mich interessiert angestarrt…hihi

So, das war’s fuer’s Erste! Teil 2 und Teil 3 von Guatemala folgen demnaechst… 🙂

Belize – Summary & Fotos

Leute: In Belize hat man schon etwas andere Reisende getroffen – mehr Leute, die laenger und auch quer durch Mittelamerika unterwegs waren. Aber auch einige, die einfach nur einen Abstecher von Mexiko auf die Cayes gemacht haben. Pauschaltouristen fahren aber wohl ausschliesslich nach Ambergris Caye, sodass wir von denen nicht viel gesehen haben 😉 Die Locals in Belize sind genial. Super relaxt, freundlich, offen, immer einen Scherz, immer ein „yo man“ auf den Lippen. Voll auf Reggae und viele Rasta-Typen.  Sehen also komplett anders aus, als in Mexiko – schwarz und groesser, kommen teilweise aus Jamaica oder anderen Inseln zB Trinidad. Wir haben uns immer sehr wohl und willkommen gefuehlt, auch wenn man merkt, dass es wohl einige mit Drogen- oder Alkoholproblemen gibt. Garifuna nennen sich die Locals. Natuerlich gibt es auch andere Gruppen, von denen haben wir aber nicht sooo viel mitbekommen.

Essen: Uns hat irgendwie eine eigenstaendige Kueche gefehlt. Die belizianische Kueche ist teils von Mexiko, teils von Guatemala – aber auch sehr stark von den USA beeinflusst. D.h. man findet sowohl Tacos, als auch Burger in allen Varianten – und zB auch Spanferkel 😉 Geschmeckt hat alles, aber essen gehen war ziemlich teuer. Deshalb haben wir uns fuer’s Fruehstueck aus leeren grossen Wasserflaschen-Boeden Mueslischuesseln gebastelt und uns zumindest in der Frueh selbst versorgt 🙂

Wetter: Sonne, Hitze, Sonne, Hitze! Bis auf den starken Schauer bei unserer Ankunft auf Caulker hatten wir immer top Wetter. Manchmal mit ein paar Wolken, aber die waren eher angenehm. Auf Caulker hat der starke Wind irgendwann ziemlich genervt, der die ersten Tage gar nicht aufhoeren wollte.

Kosten: Unsere ungefaehren Tageskosten konnten wir durch hartnaeckiges Sparen auf ca. 25 Euro p.P. halten. Aber es war echt teuer dort und man kann locker das 2-3fache ausgeben. Besonders teuer waren natuerlich die Sonderaktivitaeten (Schnorcheln, Blue Hole), aber wie gesagt: Jeden Cent wert!

Unterkuenfte: Wir haben zweimal ein DZ in einem Hotel gehabt, was jedes Mal recht basic aber durchaus in Ordnung war. Irgendwann haben wir dann das Hostel-Leben schon ein bisschen vermisst, aber Hotels waren zu zweit meistens guenstiger…

Infrastruktur: Alte, ausrangierte, extrem stylische Schulbusse (?) aus den USA. Bei uns wuerden die wohl als Oldtimer teuer verkauft werden 😉 Waren aber immer voll in Ordnung – nach 3-4 Stunden tut dann der Hintern ein bissl mehr weh… 😉 Auch die Taxis wuerden bei uns wohl kein Pickerl mehr bekommen…aber dafuer hat irgendwie alles Charme!

Krankheiten: Ich bin MEGA stolz auf mich, dass ich nie seekrank geworden bin. Ich habe jedes Mal eine Tablette genommen und meistens die Sea Bands benuetzt. Vielleicht schaffe ich es ja noch, mich abzuhaerten… Hab mir am Ende wieder mal eine leichte Verkuehlung eingefangen bzw. ein bissl Halsweh, wobei ich denke, dass das an den Abgasen in San Ignacio (auf dem Balkon sitzen) gekommen ist.

Persoenliches TOP: Blue Hole Tour!!!!

Persoenliches FLOP: keine Fotos von der Tour zu haben!

Hier geht es zu den Fotos von Belize, die ich HABE (klickt auf das Foto)…

You better BELIZE it!

Auch in Belize haben wir ca. eine Woche verbracht. Belize ist ein kleines Land zwischen Mexiko und Guatemala. Der wichtigste Grund fuer unseren Besuch waren die Cayes (Inseln), wo man super tauchen kann. Den meisten ist wahrscheinlich auch das Blue Hole ein Begriff – ansonsten unbedingt mal googlen!! 😉

15.01.2012  Bacalar – Caye Caulker

Um nach nach Caye Caulker zu kommen, sind wir zuerst von Bacalar mit einem Bus nach Chetumal, dem Grenzort vor Belize. Dort war kurz ein bissl ein Chaos, weil niemand uns so Recht sagen konnte wann und wo genau der naechste Bus nach Belize City faehrt. Ein Taxler wollte uns natuerlich wieder einreden, dass kein Bus faehrt und er uns gaaaanz guenstig zur Grenze bringen kann. Eh klar, darauf fall ich schon lang nicht mehr rein 😉 Haben dann einen Local Bus gefunden, der wirkte wie ein ausrangierter US Schulbus. Sehr sehr stylisch und durch die offenen Fenster einfach mit natuerlicher AC. Eh viel besser 🙂 Die Grenzueberquerung selbst war ziemlich relaxt und im Bus waren zuerst nur an die 10 Leute. In Caracol (erster Ort nach der Grenze) wurde der Bus allerdings gleich VOLL gestopft. Rammelvoll bis Belize City auf Highways, die eher an schmale Landstrassen daheim erinnern… und Reggae Musik nonstop aus den Lautsprechern. Hammer!!! War ein geniales Erlebnis! Ausserdem waren wir fast die einzigen Touris im Bus 🙂 In Belize City hatte ich wegen der Storys, die man so hoert, ein bissl Panik. Deshalb haben wir uns ein Taxi zur Faehre geleistet – und hatten den absolut coolsten Rasta-Dude als Fahrer, den ich jemals gesehen habe!! In seinem alten Mercedes hat er und voll gechillt nur mit „Ma’am“ und „Sir“ angeredet und ueberhaupt war alles easy. Auch die Bootsfahrt (brav, nicht seekrank geworden!). Kurz vor der Ankunft ging allerdings ein Unwetter los, sodass wir beim Aussteigen binnen Sekunden KOMPLETT durchnaesst waren. Haben dann schnell schnell noch eine recht guenstige Unterkunft im Miramar Hotel gefunden…und nur mehr geschlafen 😉

16.01.2012 Caye Caulker

An dem Tag haben wir nicht besonders viel gemacht. Wir haben versucht, die Insel zu umrunden, was allerdings nicht ganz moeglich ist. Caye Caulker ist aber ein total suesses Inselchen mit lauter bunten Holzhaeusern und hat definitiv seeeehr viel Charme.

Leider gibt es keinen wirklichen Strand, nur einen kleinen Abschnitt vorne am „Split“ wo der Hurrikan Hattie die Insel in 2 Teile geteilt hat (wobei der noerdliche nur von ein paar Locals bewohnt wird). Dort ist das Wasser dafuer wieder mal genial tuerkis und es liess sich wunderbar einen Nachmittag lang relaxen…

17.01.2012 Caye Caulker

Eigentlich hatte ich fuer den Tag zwei Tauchgaenge gebucht. Leider fiel das ins Wasser, da ich zwar bei der besten Tauchschule gebucht hatte………aber bei der Tauchschule, wo der Besitzer nicht auf das Geld angewiesen ist. Und nur rausfaehrt, wenn er Bock hat und das Wetter 100% toll ist. Das war nicht der Fall, da es immer noch recht stuermisch war. Habe dann spontan bei Simons Schnorcheltour mitgemacht, um einen Ersatz zu haben. Die Tour hatte 3 Stops im Hol Chan Nationalpark und war eeeeeeeeeeecht super!! 🙂 Ich habe endlich endlich endlich eine Schildkroete gesehen, sogar eine ziemlich grosse. Die war gerade beim Seegras fressen und soooo suess!

Ausserdem haben wir einige Ammenhaie gesehen (das waren schon so 5-7 auf einmal!!), was anfangs ein bissl unheimlich war vom Boot aus. Im Wasser selbst war dann aber alles super und voll schoen sie zu beobachten!

Besonders beeindruckend waren auch die vielen Stachelrochen, ich hab sie gar nicht mehr zaehlen koennen… die waren so schoen und sind einfach unter einem durch“geschwebt“ – genialst!! 🙂

18.01.2012 Caye Caulker

…war eindeutig der genialste Tag auf der Insel. Ich habe eine Tour zum Blue Hole mit 3 Tauchgaengen gebucht. Der Spass kostet 190 USD und ist JEDEN Cent wert!!! Ich bin so froh, dass ich nicht auf die vielen Leute gehoert habe, die gemeint haben, dass das Blue Hole nichts fuer Anfaenger ist oder ueberbewertet ist. Es war naemlich fuer mich einer der genialsten Tage meines Lebens! 🙂 🙂

Die Fahrt zum Blue Hole war ziemlich lange und teilweise sehr hohe Wellen. Aber mit Tablette und Sea Bands habe ich mich tapfer gehalten und wurde schon wieder nicht seekrank 🙂 Gleich am Anfang haben wir uns zu 4. zu einer Gruppe zusammengefunden: Die zwei Kiwis Mike und Max, ein Kanadier (James) und ich. Immer wieder cool, welche Leute man unterwegs so trifft! Wir haben uns den ganzen Tag unseren Spass gemacht und durch die Gruppe war es bestimmt nochmal so cool, als wenn ich niemanden getroffen haette. 🙂

Der erste TG ging gleich ins Blue Hole. 25min, max. 40m. Wir sind ziemlich schnell abgetaucht, zum Glueck hat mit meinen Ohren alles geklappt. Der Moment, wo man den sandigen Boden hinter sich laesst und auf einmal vor dem riesigen blauschwarzen Abgrund schwimmt und keinen Boden sieht……..ist einfach MEGA!!! Man laesst sich dann einfach hinunter „fallen“ und ist auch sehr rasch auf den 40m wo auf einmal riiiiiesige Stalaktiten warten. Man kann die dann umkreisen, unter ihnen durchtauchen etc. Aber dafuer hat man leider nur 8min Zeit, die eher wie 1min wirken…dann geht es schon wieder nach oben. Davon, dass es im Blue Hole von Haien nur so wimmeln soll, haben wir nichts bemerkt. Ein paar von uns (ich nicht 😦 ) haben einen Reefshark gesehen, aber auch nur ganz aus der Ferne.

Die anderen beiden Tauchgaenge waren auch toll, aber kamen natuerlich nicht an das Erlebnis vom ersten ran. Ausserdem war unsere Gruppe von 17 Tauchern (!!!) einfach viel zu gross. Und es waren echt Leute dabei, die von tarieren oder Ruecksicht nehmen noch nie was gehoert hatten, sodass man staendig „angerempelt“ wurde und wenn was zu sehen war, wurde so gedraengt, das war nicht mehr schoen. Ausserdem war das Equipment echt schwach, hab staendig ueber irgendwelche Teile der Ausruestung Luft verloren und war dadurch am Ende immer fast bei 0 bar.

Aber… es war es auf jeden Fall wert – auch die Bootsfahrt an sich! Wir waren stundenlang in dem tuerkisesten Wasser EVER unterwegs. Ich habe in den letzten Wochen viel tuerkis gesehen, aber das war eindeutig nochmal eins oben drauf! Es war so richtig helltuerkis und glasklares Wasser – und das vom Boot bis zum Horizont!!! Wir haben gedacht, wir sehen nicht richtig bzw. konnten gar nicht mehr aufhoeren zu GRINSEN 🙂 Tja, und jetzt wollt ihr natuerlich Fotos sehen, die ich euch nicht zeigen kann… 😦 Da Mike eine super Outdoorkamera hatte und es am Boot wirklich nass war, wollte ich meine gar nicht rausholen. Er hat also den ganzen Tag fuer mich mit fotografiert. Und dann vergesse ich Idiot, Kontakte auszutauschen……….grml. Schaut mal hier fuer eine ungefaehre Vorstellung: Blue Hole bzw. Half Moon Caye, wo wir Mittagspause gemacht haben. Genial, oder???

Auf der Rueckfahrt wurde erst der eine Motor kaputt, dann hatte der zweite auch Probleme. So mussten wir auf ein Ersatzboot warten, was aber durch diverse Rum-Drinks und die nette Unterhaltung kein Problem war 😉 Und die Rueckfahrt war leicht angetrunken auch nicht so schlimm 😉 Natuerlich mussten wir das Blue Hole feiern und haben am Abend so RICHTIG Party gemacht. War ein super Abschluss fuer eine geniale Zeit auf Caulker!

…leider war am naechsten Tag wieder Reisetag und leider habe ich wieder etwas vergessen – diesmal meinen Bikini, den ich zum Trocknen moeglichst lange haengen lassen wollte. Zum Glueck habe ich nicht auf gewisse Leute gehoert und nur 1 oder 2 mitgenommen, sondern 3. So habe ich immer noch Auswahl! 🙂

19.01.2012 Caye Caulker – San Ignacio

Wie gesagt: Reisetag. Zum ersten Mal fiel es mir schwer, einen Ort zu verlassen. Hierher oder auf andere Cayes vor Belize moechte ich unbedingt nochmal fahren!

Mit dem Boot ging es zurueck nach Belize City, mit (wieder einem extrem coolen Oldtimer Bus) in ca. 3 Stunden ins huegeligere San Ignacio. Alles easy und auch gleich eine Unterkunft mit Minizimmer aber supersuessem kleinen Holzbalkon gefunden! 🙂 San Ignacio liegt sehr schoen im Gruenen, zwischen Huegeln und nahe der Grenze zu Guatemala.  Hier wollten wir mal einfach nur relaxen!

20.01.-21.01.2012 San Ignacio

…und das haben wir auch getan. Die beiden Tage haben wir zwar ein bissl die Stadt erkundet, die zwar schoen ist, aber auch sehr klein. Am Samstag war Markttag und dort haben wir uns ein bisschen treiben lassen und Obst eingekauft und frische Burritos genossen.

Sonst sind wir sehr viel einfach nur am Balkon gesessen, haben Leute beobachtet, gelesen, Simon hat Gitarre gespielt,… war denke ich auch mal noetig, um nicht nur von einem Highlight zum naechsten zu „huepfen“ 😉 Aber nach den 2 Tagen hatte ich auch genug von der Ruhe und war bereit fuer die Weiterreise nach Guatemala.

Falls das aus meinen Beitraegen oben nicht rauskommt…in Belize habe ich mich SEHR wohl gefuehlt und wollte eigentlich gar nicht weg. Am liebsten haette ich noch viel mehr Zeit auf den verschiedenen Cayes verbracht, mehr getaucht, Hoehlentouren unternommen, das Landesinnere gesehen etc. Allerdings wollte ich 1) nicht gleich im zweiten Land meiner Reise haengenbleiben und 2) ist Belize um einiges teurer, als die restlichen Laender. Aber eines ist sicher: Belize sieht mich irgendwann wieder – fuer einen normalen Urlaub, wenn Geld weniger eine Rolle spielt!!! 🙂