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Bolivien – noch besser, als erwartet!

29.08.-30.08.2012 Copacabana

Bolivien hat mich sehr freundlich empfangen! Copacabana ist ein total süßer kleiner Ort, der wunderschön zwischen Hügeln am tiefblauen Titicacasee liegt. Leider hatte ich nicht viel Zeit dort, da ich Andrea bald in La Paz treffen wollte. So habe ich einen Nachmittag das Städtchen angeschaut, die Kirche ist wirklich schön. Am späten Nachmittag bin ich auf den Kalvarienberg gegangen, um das Abendlicht und den Sonnenuntergang zu sehen – einfach wunderwunderschön! 🙂Am nächsten Tag habe ich einen kurzen Ausflug auf die Isla del Sol gemacht. Leider hatte ich dort nur ca. 3 Stunden, sodass ich nur einen Teil des Nordens sehen konnte. Aber was ich gesehen habe, war einfach atemberaubend! Tiefblauer See, blitzblauer Himmel, braune Insellandschaft, Ruinen und weiße Bergspitzen am Horizont. Toll!

31.08., 07.09.-30.09.2012 La Paz

Mein erster Aufenthalt in La Paz war recht kurz, mein zweiter dafür umso länger. Nach meiner Ankunft hatte ich nur einen Tag, bevor ich mit Andrea in den Dschungel wollte. An dem Tag war natürlich einiges Organisatorisches zu erledigen. Aber wir haben auch ein bisschen Sightseeing gemacht und es ins Valle de la Luna geschafft – per Colectivo sehr einfach und günstig von La Paz zu erreichen. Ein netter Rundweg, tolle Felsen, schön für ein Stündchen…

Nach unserer Rückkehr aus dem Dschungel stand dann mehr Sightseeing auf dem Programm. Die Altstadt, der Hexenmarkt und alle vielen anderen Märkte. Außerdem haben wir natürlich die obligatorische Death Road Moutainbike Tour gemacht. War ganz ok, aber jetzt nicht sooo special… Wir hatten ziemliches Wetterpech, aber haben uns trotzdem unseren Spaß gemacht! Auch eine Action Aktivität habe ich probiert – Urban Rush. Seht selbst: Einmal bin ich auch nach El Alto gefahren um die tolle Aussicht über La Paz zu sehen: …und habe den Markt dort besucht – riesig! In La Paz findet man echt ALLES auf den Märkten – soooo toll! So viel Leben auf der Straße, so viele Menschen, so viel Remmidemmi! Viel Remmidemmi hatte ich dann auch bei meiner Arbeit in der Bar im Wild Rover Hostel. Ursprünglich wollte nur Andrea dort arbeiten und ich wollte weiterziehen, vor allem noch mehr trekken gehen. Allerdings habe ich dann beschlossen, dass mir La Paz einfach zu gut gefällt und ich einfach nicht weg möchte! Ich habe ein paar Spanischstunden genommen und mich schließlich entschieden, hinter der Bar (gegen Unterkunft und Essen) zu arbeiten. Und es war ein riesen Spaß! Mottopartys, Cocktails mixen, Würfelspiele spielen, tanzen, tanzen, tanzen. Wir waren eine super Gruppe und hatten eine Menge Spaß!! Insgesamt habe ich dann fast ein komplettes Monat nur in La Paz verbracht! 🙂 Mir hat es soooo gut gefallen. Ich konnte einfach stundenlang durch die Straßen schlendern und neue Ecken entdecken. La Paz ist ein Chaos, aber ein sympatisches Chaos. Die Stadt hat absolut Charakter und sich in der Zeit zu meiner absoluten Lieblingsstadt entwickelt! 🙂

01.09.-06.09.2012 Rurrenabaque

Rurrenabaque ist ein kleiner Ort im bolivianischen Dschungelgebiet, der entweder teuer (dafür kurz) per Flug oder spottbillig (dafür min. 18 Stunden) per Bus erreicht werden kann. Wir haben beide Strecken per Bus gemacht und haben es nicht bereut und viel Geld gespart! 🙂 Rurrenabaque selbst ist ein wirklich süßer idyllischer Ort – und es war endlich mal wieder so richtig warm. Fast zu heiß!! Tagsüber hatte es in der Sonne zwischen 40 und 45 Grad! Es gibt dort zwei Touren zur Auswahl: Dschungel oder Pampas. Dschungel ist mehr trekking und eben wirklich: im Dschungel. Man sieht dabei allerdings eher wenig Tiere, manche Agenturen machen es eher als Art Survival Experience. Pampas ist die gemütliche Variante, wo man großteils im Boot sitzt und sich an vielen Tieren vorbei schippern lässt. Nachdem wir Tiere sehen wollten, haben wir uns dafür entschieden. Und es war einfach suuuuuuuuuper!!! 🙂 Wir haben in den drei Tagen so viele Tiere gesichtet: Unzählige Schildkröten, tausende Kaimane, einige Wasserschweine, zwei oder drei pinke Flussdelfine, eine Anakonda, viele schöne Vögel, Affen,…ich glaube mir fällt gar nicht mehr alles ein! Einmal waren wir auch Piranha fischen, hatten allerdings eher wenig Glück. 😉 Insgesamt eine tolle Tour, die auch insbesondere noch mehr Spaß gemacht hat, weil wir eine super Gruppe hatten – die wir auch alle nach der Reihe in La Paz wieder trafen und auch noch ein paar Mal zusammen feierten 🙂

01.10.-04.10.2012 Uyuni / Uyuni Tour

Mein ursprüngliches Bolivien Programm sah den Besuch so ziemlich aller Orte und Gegenden vor. Nachdem ich aber so viel Zeit in La Paz verbrachte, blieb mir am Ende nur noch Zeit für die Uyuni Tour. So nahm ich also sehr sehr schweren Herzens Abschied von meiner großen Liebe La Paz. Ich hoffe, ich komme irgendwann wieder! Mit dem Nachtbus ging es nach Uyuni – eine Stadt, die mich recht positiv überrascht hat. Zusammen mit Ornit (Israel, schon in La Paz getroffen) suchte ich mir einen Tourveranstalter aus, mit dem wir schon am nächsten Tag starten konnten. Die Uyuni Tour besteht aus drei Tagen. Am ersten Tag besuchten wir den Zug Friedhof, wo alte Züge so langsam verrotten. Ein echt lustiger Ort, der zu vielen Fotos einlädt. Danach ging es zum Salar de Uyuni – einfach nur atemberaubend riesig und weiß! 😉 Wir haben uns auch an den Perspektiven-Fotos versucht, was allerdings nicht sooo einfach war. Bei einer Insel mit Riesenkakteen machten wir halt und hatten Zeit, diese zu besteigen und einen schönen Ausblick zu genießen. Danach ging es weiter über den Salzsee, einfach wunderschön. Die Nacht verbrachten wir in einem Salzhostel, was eine lustige Erfahrung war! Alles aus Salz, am Boden nur Salz,… Der zweite Tag war vor allem der Tag der Lagunen. Wir haben einige wunderschöne gesehen – in verschiedensten Farben. Einige waren von vielen Flamingos bevölkert und es ergaben sich irrsinnig viele tolle Fotomomente. Auch beim bekannten Steinbaum und bei einigen tollen Berglandschaften machten wir Halt. Ein toller, sehr ereignisreicher Tag! Auch wenn der kalte Wind teilweise sehr anstrengend war… Vor allem am letzten Tag in der Früh, als es schon gegen 4 Uhr aufstehen hieß! Der letzte Tag hat mich nicht so umgehauen. Geysire…allerdings kam nur Rauch raus, kein Wasser. Hat mich ein bissl enttäuscht. Auch die heißen Quellen fand ich eher unspektakulär. Da habe ich schon bessere gesehen! Aber egal – insgesamt hat mich die Uyuni Tour durch eine der landschaftlich schönsten Gegenden geführt, die ich jeeeemals gesehen habe. Einfach ein absoluter HAMMER und DER krönende Abschluss für Bolivien!

Peru – Summary & Fotos

Leute: Ich kann hier leider nicht viel Positives schreiben. Die Peruaner waren der Grund, warum mir Peru nicht besonders gefallen hat. Es war das erste Land, in dem ich mich als Frau unwohl und allgemein nicht besonders willkommen gefühlt habe. Ich hatte den Eindruck, nur als wandernde Geldbörse gesehen zu werden – keine echte Freundlichkeit der Menschen. Außerdem waren die peruanischen Männer so richtig eklig und unangenehm aufdringlich. Männliche Reisende und Paare haben Peru besser erlebt. Aber blonde Haare, blaue Augen und Spanisch sprechen war dann wohl zu viel für die Peruaner – da konnte ich auch in meinen dreckigsten, weitesten Klamotten rumlaufen…egal! Wir hatten auch 2mal gröbere Probleme: Einmal wurden Andrea 50 Dollar aus ihrem abgeschlossenen Rucksack in unserem Zimmer gestohlen (Cusco) und einmal wollte das Hostel unsere Daypacks mit ALLEN Wertsachen erst wieder aus dem Safe rausrücken, als wir mit der Polizei drohten und ich schon das Handy in der Hand hatte (Lima). No thanks!!!

Essen: Sorry, aber ich muss weiter motzen. Aus vegetarischer Sicht gab es für mich nur eine einzige Option: Omlette mit trockenem Reis. Die billigen Menüs sind alle nicht-vegetarisch und auf die Nachfrage, einfach einen Mix aus den Beilagen zu bekommen, kam meistens nur ein „no“ ohne Begründung und man musste aus dem Restaurant verschwinden. Manchmal gab es eben oben erwähnte Option – allerdings war das dann meistens viel teurer als die Fleisch-Optionen! Da Andrea keine Vegetarierin ist, kann ich aber auch aus ihrer Sicht berichten: Nach 9 Monaten reisen war es für sie das schlechteste Essen bisher. Nur trockenes Fleisch und trockener Reis ohne jegliche Saucen oder Gewürze…. *würg*

Wetter: In Lima ist es (fast) immer grau und bewölkt. Auch in Trujillo war das Wetter eher mäßig. Regen haben wir trotzdem NIE erlebt und die meiste Zeit hat wirklich die Sonne vom Himmel gestrahlt! 🙂

Kosten: Uffffffffff! Ich hatte mir Peru wesentlich günstiger vorgestellt. Dazu kommt, dass man eigentlich immer essen gehen muss, da die meisten Hostels keine Küche hatten. Auch die Busse waren sehr teuer (wenn auch sehr gut, aber es gab eben keine Sparoption). Insgesamt kommt ich auf ein Tagesbudget von 35 Euro, wo zwar Machu Picchu inkl. ist, nicht aber der 90 Dollar Flug über die Nazca Linien.

Unterkünfte: Kurz gesagt: Alle westlich geführten Hostels waren super und bemüht. Bei allen peruanischen waren die Leute entweder total unfreundlich, das Preis-Leistungs-Verhältnis hat überhaupt nicht gestimmt und/oder wir hatten Probleme wie schon oben beschrieben (unter „Leute). Geht ins Wild Rover oder Loki – ist den Preis wert!! 

Infrastruktur: Teuer, aber…die besten Busse meiner Reise (bisher)! Wir haben meistens Nachtbusse genommen, um lange Strecken zu überwinden. Dort kann man zwischen Semi-Cama (nur ein bisschen zurücklehnen) und Cama (sehr gemütliche, breite Sitze) wählen. Und Cama ist top! Leider ist der Nahtransport dafür nicht so toll ausgebaut und es war oft nicht möglich an Sehenswürdigkeiten zu kommen, ohne ein (teures) Taxi nehmen zu müssen… Was mich ziemlich genervt hat, ist, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben Busse vorreservieren musste. Zweimal haben wir das am Anfang nicht gemacht und bekamen keinen Bus mehr. Bähhh, bye bye spontanes Reisen!!

Krankheiten: Anfangs hat mir noch die Knieentzündung, die ich mir in Ecuador geholt hatte, zu schaffen gemacht. Hab aber den Santa Cruz Trek auch damit geschafft! 🙂 Ansonsten hatte ich leider einmal eine Lebensmittelvergiftung – wahrscheinlich von einem Sandwich in Aguas Calientes – und das ausgerechnet auf der Busfahrt zurück nach Cusco 😦

Sicherheit: In Trujillo haben uns die Locals so viele Geschichten erzählt, dass wir uns ein bisschen unwohl gefühlt haben. Sonst habe ich mich aber immer total sicher gefühlt!

Persönliches TOP: Nein, nicht Machu Picchu. Aber ich kann mich nicht zwischen den Nazca Linien und dem Colca Canyon Trek entscheiden! 😉

Persönliches FLOP: Wie schon gesagt… die Menschen selbst! Leider…

Ich habe Peru sehr zweigeteilt erlebt: Zu den Menschen möchte ich nichts mehr sagen, das habe ich bereits ausführlich. Die Natur und die Sehenswürdigkeiten waren dafür echt toll!!! Vor allem der Santa Cruz Trek, der Colca Canyon Trek, die Landschaft um Nazca, die Oase Huacachina,…echt schön! Und natürlich auch Machu Picchu 🙂

Mit Klick auf das Foto kommt ihr wie immer zu allen Fotos von Peru / Click on the photo to get to my picture gallery of Peru:

Peru – der Süden

12.08.- 13.08.2012 Lima

Für Lima haben wir von Anfang an nicht viel Zeit eingeplant – und das war auch gut so. Die Stadt begrüßte uns mit grauer Kälte. Wir sind zwei Tage lang wirklich viel herumgelaufen und haben das Zentrum, Chinatown und einige andere Stadtteile besichtigt. Im Zentrum gibt es ein paar recht hübsche Straßen, aber das war’s dann meiner Meinung nach auch schon. Wir waren in einem Food Museum, was recht interessant war. Haben uns ein paar Anregungen geholt, was wir noch probieren könnten, da wir bis dahin (um es nett zu sagen) vom Peruanischen Essen „nicht gerade angetan“ waren.

14.08.-15.08.2012 Huacachina/Ica

Auf Huacachina haben wir uns schon alleine gefreut, um wieder etwas Wärme tanken zu können. Und wir wurden nicht enttäuscht! 🙂 Huacachina ist eine echt süße kleine Oase, die inmitten von Sanddünen liegt. Dort stehen vor allem Sandboarding und Sandbuggy-Touren auf dem Programm. Der ganze Ort ist eigentlich nur auf Touristen ausgerichtet. Aber nachdem die Lage so nett war und die Sonne so schön schien, hat uns das nicht so gestört 😉 Ich war dann auch mal sandboarden. Die Aussichten über die Dünen waren echt super! Ansonsten hab ich es mir ehrlich gesagt besser erwartet. Man kann entweder wie auf einem Snowboard auf dem Brett stehen (aber die Klettverschlüsse bei meinem Board waren so verschlissen, dass sie permanent aufgingen), oder auf dem Bach liegen und Kopf voraus runter düsen. Aber so richtig Adrenalin war das für mich nicht. War zwar lustig, aber nicht diiiiieee Erfahrung. Was soll’s, mal probiert, abgehakt! Außerdem haben wir eine Weinverkostungstour gemacht – die war ein Erlebnis. Am Abend davor hatten wir uns selbst eine Flasche Wein im Supermarkt gekauft – der ekligste Wein meines Lebens!!! Die Farbe war so orange-gold und er hat so eklig geschmeckt, dass wir ihn ausspucken und wegschütten mussten! Am nächsten Tag ging’s dann zur Tour. Die erste Winzerei war echt nett und alles wurde uns gut erklärt. Auch die Weine waren ok, wenn auch sehr sehr süß. Die nächste Winzerei jedoch… Der Besitzer war komplett betrunken und führte uns durch seinen halb vergammelten / halb verstaubten Weinkeller. Die Fässer waren mit Staubschichten bedeckt, teilweise leck, überall hingen/standen tote ausgestopfte Tiere herum….einfach richtig eklig! Beim Pisco Verkosten hat sich der Herr dann selbst ein komplettes Glas voll gemacht (bestimmt 5-6 Stamperl!) und das mal auf ex runter gekippt,…….. Ähm ja. Der Höhepunkt war dann, als er am Ende noch nach Trinkgeld gefragt hat. Sind dann schnell zum Taxi abgehauen! 😀 Zum Sonnenuntergang sind wir dann noch auf eine Düne geklettert – und es hat sich wirklich gelohnt: 

16.08.-17.08.2012 Nazca

In Nazca wollten wir versuchen, einen günstigen Flug über die Linien zu ergattern. Mit ein bisschen herumfragen gelang uns das schließlich auch und wir haben auch ohne Studentenkarte einen Studentenpreis von 90 Dollar bekommen. Alle anderen Anbieter lagen min. bei 110 Dollar! Der Flug war ein tolles Erlebnis! Die kleine Maschine hatte nur 4 Passagiersitze und wir mussten alle diese Kopfhörer aufsetzen. Die wüstenartig Landschaft und Berge rundherum allein waren schon ein tolles Erlebnis! Die Linien sieht man zwar teilweise nicht sooo gut, aber gerade das Suchen war auch recht lustig. Und manche kommen echt klar heraus, das sieht dann schon sehr beeindruckend aus! Der Flug hat sich also auf jeden Fall ausgezahlt 🙂

18.08.-19.08., 22.08.-23.08.2012 Cusco

In Cusco haben wir sowohl vor der Machu Picchu Besichtigung, als auch danach etwas Zeit verbracht – und zwei total konträre Erfahrungen gemacht. Während wir Cusco am Wochenende bei der Ankunft als total schön erlebt haben und gemütlich durch die Straßen spaziert sind, konnten wir uns bei der Rückkehr unter der Woche vor Verkäufern (Touren, Massage, Gemälde,…) fast nicht retten und waren immer froh, wieder im Hostel zu sein 😉 Cusco besitzt einige sehr schöne alte Gebäude, vor allem der Hauptplatz ist sehenswert. Aber natürlich ist es sehr touristisch überlaufen, weshalb wir auch nicht zu traurig waren, den Ort zu verlassen… Einen Tag sind wir allerdings ins Valle Sagrado nach Pisac gefahren und haben uns den Markt dort angeschaut. Und waren begeistert! Ein total süßes kleines Dorf, nette Restaurants, schöner Markt, schöne Umgebung,…wenn wir das vorher gewusst hätten, hätten wir evtl. 1-2 Nächte dort geplant!

20.08.-22.08.2012 Aguas Calientes/Machu Picchu

Die günstigste Option, ohne Tour nach Machu Picchu zu kommen, ist per Minibus bis Hidroelectrica und dann 3 Stunden zu Fuß nach Aguas Calientes. Am nächsten Tag zu Fuß 2 Stunden den Berg rauf und dann wieder runter. Und genau das haben wir auch gemacht, plus den Mount Machu Picchu, der nochmal min. 3 Stunden gedauert hat und richtig anstrengend war. Habe ich erwähnt, dass wir von 4.30 Uhr in der Früh bis 16 Uhr auf dem Gelände unterwegs waren!? Auch wenn wir also keine Trekking-Tour gemacht haben: Ich denke, wir haben mit unserer Sparversion mehr Trekking gemacht, als es bei manchen Touren der Fall ist! 😉 Machu Picchu haben wir genau an meinem Geburtstag besichtigt. Was soll ich sagen… es ist wirklich eine tolle archäologische Stätte. Aber viel kleiner als erwartet. Und wenn man asiatische Ruinen kennt, vermisst man hier dekorative Elemente. Die Ruinen sind doch sehr simpel gebaut. Also ich hätte mir mehr erwartet, auch wenn die Landschaft (Berge) rundherum einiges wett gemacht haben. Genervt waren wir auch von den ganzen Verboten. Es war einfach alles darauf ausgerichtet, so schnell so viel wie möglich von den Touris abzucashen. Keine Toiletten am ganzen Gelände! Keine Getränke zum Verkauf – später haben wir gesehen, dass man sie nicht mal mit rein nehmen hätte dürfen. Keine Snacks, kein Essen, gar nichts! Keine Mülleimer!!! Keine Plätze, an denen man sich mal hinsetzen und zwischendurch ausrasten kann. Und wenn man keine Tour macht: Keinerlei Beschreibungen irgendwo, keine Erklärungen,… Frag mich echt, was mit dem Eintrittsgeld passiert. Das wandert bestimmt in irgendeine Tasche. Für das Gelände selbst wir jedenfalls wohl nicht viel gemacht.

24.08.-27.08.2012 Arequipa / Colca Canyon

Nach ein paar Tagen mehr in Cusco habe ich mich einstweilen von Andrea verabschiedet und bin alleine zu meiner letzten Station in Peru aufgebrochen – Arequipa. Leider hatte der Bus in der Früh ca. eine Stunde von Arequipa entfernt ein Problem mit der Gangschaltung und uns wurde nach einigen Stunden des Wartens geraten per Autostopp nach Arequipa zu fahren. Das habe ich dann auch zusammen mit zwei anderen Touris gemacht, die ich zum Glück getroffen habe. Im Hostel angekommen war mir dann nicht mehr so nach Sightseeing zumute. Stattdessen habe ich ein paar Leute kennen gelernt, mit denen ich gemütlich am Pool und später am Billardtisch Bier getrunken habe. Am nächsten Tag habe ich den Colca Canyon Trek gebucht und die Stadt, vor allem das Kloster Santa Catalina, angeschaut. Arequipa selbst hat mich nicht so begeistert. Wenn man Kolonialstädte in Kolumbien gesehen hat, kann das nicht mehr so viel… Das Kloster war allerdings wirklich wunderschön und interessant. Am nächsten Tag wurde ich quasi noch mitten in der Nacht zum Trek abgeholt. Die Tour beinhaltet sowohl Trekking, als auch viele Fotostops mit dem Bus auf dem Weg. Unser erster Stopp war das Cruz del Condor – der Punkt, an dem man oft Kondore sehen kann. Und wir hatten Glück und sahen insgesamt bestimmt zehn Kondore! 🙂 Danach ging es zum Startpunkt unseres Treks und erst mal einige Zeit nur bergab, dann mal eben, mal ein bisschen rauf, mal ein bisschen runter…bis wir am Abend in einer grünen Oase landeten (Sangalle), wo unsere Hütten für die Nacht warteten.Unterwegs kamen wir durch ein Dorf, das gerade ein Fest veranstaltete – ein Fest zur Ankunft der Straße! Ab jetzt ist das Dorf auch mit Fahrzeug zu erreichen, nicht nur zu Fuß. Die Leute waren alle in bunten, traditionellen Gewändern angezogen, und feierten sehr ausgelassen. Alle von uns wurden abwechselnd zum Tanzen aufgefordert – ein ganz besonderes Erlebnis und viel Spaß!! Ich hatte Glück und erwischte eine supernette Gruppe und wir hatten viel Spaß auf dem Trek, beim Bad im eiskalten Pool, beim Abendessen etc. Am zweiten Tag hatten wir den steilen Aufstieg an den Rand des Canyons vor uns und starteten sehr früh, um nicht zu sehr in die Hitze zu kommen. Der Aufstieg war auch ok – der gesamte Trek war insgesamt nicht besonders hart – aber landschaftlich dafür wunderwunderschön! 🙂 Der Canyon (tiefster der Welt!) ist echt beeindruckend und das Wetter war toll. Auf dem Rückweg haben wir auch noch ein paar Fotostopps gemacht, und auch die lokale Version vom Pisco Sour – Colca Sour – probiert. Ein tolles Erlebnis und ein schöner Abschluss für Peru!

28.08.2012 Puno

Abschluss…dachte ich. Denn am selben Tag wollte ich mit dem Nachtbus nach Puno und in der Früh gleich weiter nach Bolivien. Leider war die Straße ab ca. 5km vor Puno und zwischen Puno und Copacabana von Demonstranten blockiert. Und zwar richtig blockiert – quer über der Straße lagen überall große Steine verteilt, sodass kein Fahrzeug durch konnte. Diejenigen, die es doch versucht haben, wurden mit Steinen beschmissen. Zu Fuß konnte man zum Glück durch, aber in Puno saß ich dann einen Tag fest. Ich war in dem Moment schon so DONE mit Peru, dass ich einfach nicht mehr wollte und absolut gar nichts in der Stadt angeschaut habe. Ich war sooooo unendlich froh, am nächsten Tag die Grenze nach Bolivien zu passieren! More than ready to leave…