Peru – Summary & Fotos

Leute: Ich kann hier leider nicht viel Positives schreiben. Die Peruaner waren der Grund, warum mir Peru nicht besonders gefallen hat. Es war das erste Land, in dem ich mich als Frau unwohl und allgemein nicht besonders willkommen gefühlt habe. Ich hatte den Eindruck, nur als wandernde Geldbörse gesehen zu werden – keine echte Freundlichkeit der Menschen. Außerdem waren die peruanischen Männer so richtig eklig und unangenehm aufdringlich. Männliche Reisende und Paare haben Peru besser erlebt. Aber blonde Haare, blaue Augen und Spanisch sprechen war dann wohl zu viel für die Peruaner – da konnte ich auch in meinen dreckigsten, weitesten Klamotten rumlaufen…egal! Wir hatten auch 2mal gröbere Probleme: Einmal wurden Andrea 50 Dollar aus ihrem abgeschlossenen Rucksack in unserem Zimmer gestohlen (Cusco) und einmal wollte das Hostel unsere Daypacks mit ALLEN Wertsachen erst wieder aus dem Safe rausrücken, als wir mit der Polizei drohten und ich schon das Handy in der Hand hatte (Lima). No thanks!!!

Essen: Sorry, aber ich muss weiter motzen. Aus vegetarischer Sicht gab es für mich nur eine einzige Option: Omlette mit trockenem Reis. Die billigen Menüs sind alle nicht-vegetarisch und auf die Nachfrage, einfach einen Mix aus den Beilagen zu bekommen, kam meistens nur ein „no“ ohne Begründung und man musste aus dem Restaurant verschwinden. Manchmal gab es eben oben erwähnte Option – allerdings war das dann meistens viel teurer als die Fleisch-Optionen! Da Andrea keine Vegetarierin ist, kann ich aber auch aus ihrer Sicht berichten: Nach 9 Monaten reisen war es für sie das schlechteste Essen bisher. Nur trockenes Fleisch und trockener Reis ohne jegliche Saucen oder Gewürze…. *würg*

Wetter: In Lima ist es (fast) immer grau und bewölkt. Auch in Trujillo war das Wetter eher mäßig. Regen haben wir trotzdem NIE erlebt und die meiste Zeit hat wirklich die Sonne vom Himmel gestrahlt! 🙂

Kosten: Uffffffffff! Ich hatte mir Peru wesentlich günstiger vorgestellt. Dazu kommt, dass man eigentlich immer essen gehen muss, da die meisten Hostels keine Küche hatten. Auch die Busse waren sehr teuer (wenn auch sehr gut, aber es gab eben keine Sparoption). Insgesamt kommt ich auf ein Tagesbudget von 35 Euro, wo zwar Machu Picchu inkl. ist, nicht aber der 90 Dollar Flug über die Nazca Linien.

Unterkünfte: Kurz gesagt: Alle westlich geführten Hostels waren super und bemüht. Bei allen peruanischen waren die Leute entweder total unfreundlich, das Preis-Leistungs-Verhältnis hat überhaupt nicht gestimmt und/oder wir hatten Probleme wie schon oben beschrieben (unter „Leute). Geht ins Wild Rover oder Loki – ist den Preis wert!! 

Infrastruktur: Teuer, aber…die besten Busse meiner Reise (bisher)! Wir haben meistens Nachtbusse genommen, um lange Strecken zu überwinden. Dort kann man zwischen Semi-Cama (nur ein bisschen zurücklehnen) und Cama (sehr gemütliche, breite Sitze) wählen. Und Cama ist top! Leider ist der Nahtransport dafür nicht so toll ausgebaut und es war oft nicht möglich an Sehenswürdigkeiten zu kommen, ohne ein (teures) Taxi nehmen zu müssen… Was mich ziemlich genervt hat, ist, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben Busse vorreservieren musste. Zweimal haben wir das am Anfang nicht gemacht und bekamen keinen Bus mehr. Bähhh, bye bye spontanes Reisen!!

Krankheiten: Anfangs hat mir noch die Knieentzündung, die ich mir in Ecuador geholt hatte, zu schaffen gemacht. Hab aber den Santa Cruz Trek auch damit geschafft! 🙂 Ansonsten hatte ich leider einmal eine Lebensmittelvergiftung – wahrscheinlich von einem Sandwich in Aguas Calientes – und das ausgerechnet auf der Busfahrt zurück nach Cusco 😦

Sicherheit: In Trujillo haben uns die Locals so viele Geschichten erzählt, dass wir uns ein bisschen unwohl gefühlt haben. Sonst habe ich mich aber immer total sicher gefühlt!

Persönliches TOP: Nein, nicht Machu Picchu. Aber ich kann mich nicht zwischen den Nazca Linien und dem Colca Canyon Trek entscheiden! 😉

Persönliches FLOP: Wie schon gesagt… die Menschen selbst! Leider…

Ich habe Peru sehr zweigeteilt erlebt: Zu den Menschen möchte ich nichts mehr sagen, das habe ich bereits ausführlich. Die Natur und die Sehenswürdigkeiten waren dafür echt toll!!! Vor allem der Santa Cruz Trek, der Colca Canyon Trek, die Landschaft um Nazca, die Oase Huacachina,…echt schön! Und natürlich auch Machu Picchu 🙂

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5 Kommentare zu „Peru – Summary & Fotos“

  1. huhu astrid, bin auch gerade in peru und sitz gerade in trujillo im hostel. muss dir auch leider recht geben. die menschen hier sind deutlich unfreundlicher als in ecuador und das essen ist wirklich schlecht und die busse ja sauteuer!

    habe die bisher schlimmste nachtbusfahrt hinter mir. die agenur in mancora hat mich 50 soler blechen lassen für einen semicama nonstop nachtbus und mich dann um 11 uhr abends in den normalen bus der locals gesteckt der an jeder wiesenblume hält und fragwürdige gestalten einsammelt. ich war absolut verunsichert und angepisst ohne ende, da dieser bus mich 30 soler gekostet hätte und sich die blöde kuh nun 20 solar an mir verdient hat und das aus reiner faulheit oder boshaftigkeit. ich hatte ihr mehrfach verklickert dass ich einen bus will der durch fährt und nicht anhält. so hab ich kein auge zugetan und bin total verpeilt in trujillo angekommen. morgen geh ich zu den unternehmen direkt. nochmal muss ich das nicht haben! und wenn ich ab jetzt mit der luxuslinie cruz del sur fahre ist mir das auch scheißegal. die fahrt war echt die hölle!

    werde nun auch peru etwas schneller bereisen. huaraz, nasca, arequipa mit canon und cusco mit machu picchu liegen noch vor mir. ich hoffe ich komme gut in den nächsten 2,5 wochen durch bevor ich dann auch nach bolivien einreise.

    lg und freut mich dass dir bolivien gefällt. meine hoffnungen steigen wieder…

    1. ojeeee… 😦 das tut mir leid, dass du auch so schlechte erfahrungen machst!! die fahrt von mancora nach trujillo war bei uns aber auch bei weitem die schlimmste – auch wenn es zum glück nicht nachts war!

      ein paar tipps zu den bussen: gönn dir ab jetzt cama anstatt semi-cama. busse, die cama haben, sind von sich aus schon besser. und die cama section ist schön abgeteilt und man kann wirklich gut schlafen darin. cruz del sur würde ich nicht bezahlen – die sind auf den meisten strecken mehr als doppelt so teuer. es gibt auch andere gute unternehmen, eines davon war „movil tours“ (genau für die strecke trujillo – huaraz!!), auch „el dorado“ (nazca-cusco) und „z-buss“ (huaraz-lima) waren sehr gut.
      auch wir wurden in mancora vom busticket-verkäufer total abgezockt. 😦 danach sind wir immer selbst zu den unternehmen hin. meistens befinden sich zumindest ein paar in der gleichen region, sodass man die abklappern und vergleichen kann.

      freu dich auf jeden fall auf huaraz – allein die lage ist schon wunderschön!! nach nazca würde ich nur, wenn du den flug über die linien machen willst, der aussichtsturm zahlt sich nicht aus (der flug war aber meiner meinung nach super). gute idee übrigens, lima zu skippen!! graue, hässliche stadt… in cusco und arequipa könntest du zusätzlich in den hostelketten loki oder wild rover unterkommen. sind nicht viel teurer und ich hab mich wenigstens sicher gefühlt, dass mein gepäck nicht verschwindet, während ich auf tour (machu picchu/colca canyon) bin.

      bolivien ist gar nicht zu vergleichen! sobald ich über der grenze war, hatten die leute wieder ein lächeln auf den lippen, waren viel schüchterner, höflicher, bemühter!!! bolivien ist toll! 🙂

      lg und toi toi toi, dass es besser weiter geht…

      1. ich danke dir für hostel und bustipps 😀 ich fahre heute nacht mit movil tours nach huaraz und werde dort 3-4 tage verbringen, je nachdem welche(n) Trail(s) ich mache. leider werde ich nicht direkt nach huacachina/nazca fahren können und werde wohl in Lima umsteigen müssen. aber das ist ok. kann hoffentlich das gepäck bei dem busunternehmen in der zeit lassen und werde ggf einfach nur in eine Mall den tag über fahren und dort die zeit absitzen bis es abends dann weiter geht. ja in nazca möchte ich die linien sehn 🙂

        freue mich jetzt schon auf bolivien. ich denke peru wird schon noch einige schöne ecken auf meinem weg für mich parat haben, aber ich bevorzuge auch entspanntes reisen in natur und davon sollte es in bolivien viel geben.

  2. Schade, daß Du so schlechte Erfahrungen gemacht hast. Als ich damals in Peru war, gab es überall Soja-Schnitzel in den Restaurants, aber leckere Küche ist anders, da gebe ich Dir recht.
    Die lokalen Busse, die angeblich so gefährlich seien, sind deutlich billiger als die Touribusse und nicht so gefährlich, wie der Reiseführer glauben machen will.
    Ich hoffe, Dir gefällt Bolivien besser und wünsche Dir noch eine gute Reise!

    Viele Grüße aus Sri Lanka
    Skraal

    1. Wie ich schon sagte… als Mann hat man es eben einfacher in Peru! 😉 Den meisten Männern hat es recht gut gefallen. In den lokalen Restaurants mit den billigen Mittagsmenüs gab es leider keine Sojaschnitzel. Natürlich gab es vegetarische Restaurants, doch die waren unverhältnismäßig viel teurer.
      Lokale Busse konnte ich nicht finden. Wann warst du dort? Ich glaube, die werden immer weniger. Habe jedenfalls nirgends „schlechte“ Busse gesehen – nicht auf der Fahrt, nicht am Busbahnhof, nicht in den Orten. Hatten immer bei vielen Busunternehmen nachgefragt und dann das billigste genommen – was immer noch teuer war 😉
      Bolivien ist mein Wunderland!!! Einfach totaaaaaaal schön!!! Der neue Eintrag dazu ist schon online. Ich fand den Unterschied zwischen den beiden Ländern sehr groß und sie gar nicht vergleichbar 🙂
      Viele Grüße und viel Spaß noch aus Sri Lanka!!
      Astrid

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