01.08.-02.08.2012 Mancora
Am 01.08. habe ich mich in Guayaquil am Busterminal mit Andrea aus den USA getroffen, mit der ich zusammen die Grenze nach Peru überqueren wollte. Die Busfahrt über die Grenze bis nach Tumbes war extremst anstrengend!! Ich glaube 7 oder 8 Stunden – bis auf die Grenze ohne Stopp (!!!!) – hatte ich schon erwähnt, dass es keine Toilette an Board gab!? In Tumbes wurden wir dann von aufdringlichen, unfreundlichen Peruanern umzingelt, die uns nach Mancora bringen wollten. Und im Nachhinein wissend – alle abzocken wollten. War also ein ziemlich nervenaufreibender, anstrengender Tag, an dem wir auch so gut wie nichts zu essen bekommen haben. Danach war die Ankunft in Mancora im Loki Hostel ein wahrer Segen!! Das Hostel sieht eigentlich aus wie eine Bungalow-Hotel-Anlage am Meer: Weiße Wohnblöcke und ein schöner Swimmingpool zum Relaxen. Genau das brauchten wir und recht viel mehr haben wir am nächsten Tag auch nicht gemacht.
Abends stand Karaoke auf dem Programm, wo ich zusammen mit einem Österreicher „I am from Austria“ gesungen habe. Danach sind wir noch gemütlich zusammen gesessen und haben ein bissl was getrunken…
03.08.-04.08.2012 Trujillo
…wodurch wir am nächsten Tag ziemlich verschlafen die Weiterfahrt antraten 😉 Eigentlich wollten wir von Trujillo auch unbedingt noch den Nachtbus nach Huaraz nehmen. Leider haben wir hier jedoch zum zweiten Mal erfahren, dass man Busse in Peru unbedingt vorbuchen muss: Alle Linien waren für die Nacht ausgebucht! 😦 Auch die Fahrt von Mancora nach Trujillo haben wir nur mit Kämpfen bekommen. Grml. Vorausbuchen ist echt nicht mein Ding! So haben wir dann eine Nacht bzw. einen Tag in Trujillo verbracht – und die Stadt hat uns eigentlich recht positiv überrascht. Die Altstadt ist recht nett und der zentrale Platz ist vor allem mit Abendbeleuchtung wirklich schön.
Tagsüber haben wir einen Ausflug zu den Chan Chan Ruinen unternommen, die in einer wüstenähnlichen Landschaft lagen und richtig schön in der Sonne leuchteten. Leider wurde das Gerüst rundherum nicht so toll gebaut, sodass in jedem Foto hässliche Eisenstangen zu sehen sind. Hätte man sicher besser lösen können!
Weiters machten wir einen Stopp im Küstenort Huanchaco, der uns viel besser gefiel, als Mancora. Viele Surfer, gechillte Atmosphäre,…echt ein netter Platz zum Abhängen für ein paar Tage – wenn wir denn nicht den Nachtbus schon gebucht hätten… 
05.08.-06.08., 11.08.2012 Huaraz
Bei unserer Ankunft in Huaraz war es ca. 6 Uhr früh und noch dunkel. Außerdem bitterkalt. Mist! Also erst mal in der Bushalle warten, bis es besser wird und dann Quartier suchen. Und das hat auch mindestens 2 Stunden gedauert. Entweder es war voll oder zu teuer. Und Küchen haben hier scheinbar Hostels gar nicht. Hmpf. Schließlich kamen wir endlich total übermüdet wo an und bekamen im Halbschlaf gleich eine Trekkingtour aufgedrängt. Der Preis war nicht schlecht, also haben wir zugesagt. Der Santa Cruz Trek sollte am übernächsten Tag losgehen, sodass wir den nächsten Tag mit Erledigungen und Einkäufen verbracht haben. Huaraz selbst ist ein total nettes Städtchen mit herrlichem Bergpanorama, sodass wir schon richtig gespannt auf den Trek selbst waren!
07.08.-10.08.2012 Santa Cruz Trek
Alles Negative mal zuerst: Die Ausrüstung (Schlafsäcke, Matten, Zelte) war total schlecht: Löcher, alt, winddurchlässig,… Qualität schaut anders aus. Das Essen war sehr wenig und nicht besonders lecker. Die Strecken waren ziemlich kurz und wir mussten uns (bis auf den zweiten Tag) nie wirklich anstrengen. Hätte mir schon ein bisschen mehr Sport erhofft! Unsere Gruppe war mit 12 Leuten einfach viel zu groß – vor allem für nur einen Guide. Und das Negativste überhaupt: Der Guide selbst. Am ersten Tag hat er ständig alle auf die Langsamen warten lassen, wollte unsere Tickets nicht rausrücken, sodass wir nicht alleine vorgehen konnten. Dann lief er auf einmal selbst die ganze Zeit voraus und kümmerte sich einen Dreck um die langsamen sechs Leute, denen es teilweise echt dreckig ging und die stark mit der Höhe zu kämpfen hatten. Zwei von ihnen haben sich beim Anstieg zum höchsten Punkt dann auch noch fast verlaufen. Außerdem hat er die ganze Zeit übel bei mir angebraten, auf uns gewartet oder soll ich sagen uns aufgelauert (uns=Andrea und ich), merkwürdige Fragen gestellt etc. etc. Es war äußerst anstrengend! Blond, blaue Augen und dann noch Spanisch sprechen ist scheinbar zu viel für die Peruaner! Als er mir dann als „Geschenk“ einen See in Herzform präsentierte, hat’s mir dann gereicht und ich hatte zum Glück einen spontanen Einfall: Hab ganz begeistert getan und Andrea meine Kamera in die Hand gedrückt und sie lautstark darum gebeten, doch für meinen „Freund“ ein paar Fotos zu schießen und hab dann lustig positioniert. Sie hat dann noch eins draufgesetzt und in Juans Richtung gemeint „he’s gonna loooove those pictures“ Hahaha! Danach hatte ich wenigstens meine Ruhe, allerdings war er wohl so beleidigt, dass er mich und Andrea hinter unserem Rücken gegenüber allen anderen richtig übel beschimpft hat. Worst guide ever!!! Ok, jetzt mal das Positive: Der Trek selbst war eigentlich echt schön. Die Aussichten, die schneebedeckten Bergriesen, die Natur rundherum,…ich habe bestimmt hunderte Fotos geschossen! Bei der Anfahrt blieben wir auch bei einem tollen türkisen See stehen – richtig unwirklich.
Anfangs ging es noch durch ein paar Dörfer, danach nur mehr direkt durch die Berglandschaft. Unterwegs traf man vor allem andere Trekkinggruppen und Maultierkolonien, die die Lasten der Trekker schleppten. Vereinzelt wurden auch Lamas eingesetzt. Der höchste Punkt (Punta Union) war ein tougher Aufstieg, vor allem aber wegen der Höhe (Luuuuuuft bitte!!), nicht so sehr wegen des Weges oder der Dauer. Oben bot sich ein traumhaftes Bergpanorama.
Am dritten Tag ging es eben durchs Tal, auch recht staubige Strecken waren dabei.
Der letzte Tag war noch ein etwas längerer Abstieg, und Abstiege mag ich ja nicht so gern. Insgesamt war die Landschaft aber wirklich sehr sehenswert und beeindruckend!