Mitte Mai habe ich ein langes Wochenende in Stockholm verbracht. Die Stadt wird aufgrund ihrer Lage auf vielen, vielen kleinen Inseln häufig als „Venedig Skandinaviens“ bezeichnet. Außer der Wasserlage haben die beiden meiner Meinung nach aber nicht viel gemeinsam…
Gestartet bin ich schon Donnerstag Abend, direkt aus der Arbeit ging es mit Austrian Airlines überpünktlich gen Norden. Mit dem Bus in die Stadt bis T-Centralen, wo mich Kathi netterweise abgeholt hat, obwohl es schon Mitternacht war. 🙂 Sie brachte mich dann noch bis zu meinem Couchsurfing Host, der erst mal ein bissl überrumpelt war, als er ZWEI Mädels vor sich gesehen hat. 😉 Ich bin dann eigentlich nur mehr ins Bett gefallen und habe gut – wenn auch nicht sehr lange – geschlafen. Die kurze Nacht hatte den Grund, dass es schon sehr früh sehr hell wurde (lange Tage) und die Sonne bei mir genau herein schien.
Habe mich dann mit Kathi getroffen und erst mal mein Standard-Frühstück für die nächsten drei Tage kennengelernt: Kannelbulle (Zimtschnecke – sehr süß, sehr lecker) und Kaffee, schön in der Sonne auf einer Bank. 🙂
Die nächsten Tage haben wir alle möglichen kleinen Inseln erkundet – unter ihnen natürlich die Altstadt Gamla Stand mit ihren süßen kleinen Gassen. Außerdem haben wir eine Zeit in Södermalm verbracht, dem alternativen Viertel Stockholms. Dort waren wir Samstag Abend auch etwas trinken und haben eine echt geniale Location gefunden – da würde ich wohl öfter hinschauen! Auch Djurgarden haben wir zu Fuß erkundet – die grüne Oase der Stadt, die hinten raus in einen Nationalpark übergeht. Dort hatten wir auch die „geniale“ Idee, uns ein Tretboot zu leihen und Djurgarden zu umrunden. Die Runde ging sich nicht ganz aus, so bei einem Achtel der Strecke haben wir aufgegeben und es fast nicht mehr zurückgeschafft. Die Strömung war an vielen Stellen so stark, dass wir fast nicht vom Fleck gekommen sind. Besonders gut gewartet waren die Boote wohl auch nicht – und die Plastiksitze so unbequem, dass wir danach einen ganz blauen Rücken hatten. Als wir es schließlich zurück zur Anlegestelle geschafft hatten, haben unsere Knie richtig gezittert und wir konnten fast nicht mehr gehen. Puhhhh… was für ein Abenteuer! Daran werde ich mich wohl noch lange erinnern,… 😉 Also allen, die es vorhaben, sei davon abgeraten in Stockholm ein Tretboot auszuleihen……….
Am Samstag sind wir sogar raus aus Stockholm „aufs Land“ gefahren – in die kleine Stadt (Dorf??) Waxholmen. Dort war es idyllisch-schön, fast schon kitschig. Wir haben ein absolut süßes, kleines Café gefunden, man hat sich gefühlt wie in einem alten Skandinavien-Film. Draußen im Garten, direkt am Wasser, standen lauter weiße Tischchen und Stühlchen, die Teller hatten diese genialen Muster,…….. Toll war das 🙂 Und leckeren Kuchen hatten die.
Ansonsten haben wir die Tage viel gepicknickt und die komplette Zeit im Freien verbracht. Gefühlte hundert Kilometer herumgelaufen, weil sich die ganzen Inseln und Gassen so am besten erkunden lassen…
Samstag Abend waren wir Vegetarisch essen – ein leckeres großes Buffet, bis wir fast geplatzt sind 😉
Alles in allem war es ein richtig schönes, erholsames, interessantes Wochenende!!! Und das Wetter war uns wohlgesonnen: Fast durchgehend blauer Himmel und Sonnenschein! 🙂 Danke, Kathi, für die tolle Zeit dort!!!
P.S.: Sonntag Abend komme ich am Flughafen an, schaue auf die Anzeigetafel: Flight to Vienna – cancelled. So viel zu meiner Pechsträhne der letzten Monate…doch weil die Pechsträhne eigentlich ja eine Glücksträhne ist (in Koh Tao supernette Leute kennengelernt, Dengue hat nur 2 Wochen statt 5 gedauert, Versicherung hat Einbruch bezahlt), hatte ich auch diesmal Glück: Rückflug am nächsten Tag in der Früh, Kollegen am Flughafen getroffen und konnte mit dem Taxi mit ins Büro fahren 🙂

Danke! 🙂 Ja war es wirklich!!!
Schöne Fotos! Scheint recht lustig gewesen zu sein! 🙂