…und leider aufgrund meiner Pechsträhne nicht mal Fotos davon! 😦
Aber ich fange wohl besser der Reihe nach an. Am 25.03. ging es für mich wieder einmal nach Thailand – diesmal mit dem konkreten Plan, meinen PADI OWD zu machen. Aufgrund von Jahreszeit und Budget fiel die Wahl leicht auf Koh Tao. Schwieriger war dann schon die Entscheidung, welcher Strand bzw. welche Tauchschule. Ich habe STUNDEN mit der Recherche verbracht. Das Angebot ist so überwältigend, dass man sich irgendwie gar nicht entscheiden kann. Gebucht habe ich dann bei Alvaro Diving und war sehr happy mit der Entscheidung.
Geflogen bin ich diesmal mit Qatar und Zwischenstopp in Doha. Der Zwischenstopp war recht interessant: Um mich herum lauter Araber, die so gekleidet waren, wie man sich einen Scheich vorstellt. Ganz wenig Frauen, und wenn dann eher schwarz verhüllt. Aber Hauptsache die Männer haben mit ihren neuesten Smartphones Fotos von mir gemacht!! 😉 Die zweite Flugstrecke hatte ich dann auch zwei solche Gestalten neben mir sitzen. Die waren aber sehr nett und hilfsbereit, nur mitten in der Nacht fingen sie auf einmal eine Stunde lang lautstark zu diskutieren an…da war’s dann vorbei mit meinem Schlaf 😦 Sonst war der Flug mit Qatar aber sehr positiv!
Bis zum Ende konnte ich mich nicht entscheiden, wann und wie ich von BKK nach Koh Tao reise. Es gab verschiedene Möglichkeiten:
– gleich Bus nach Chumpon und Nachtboot
– gleich Bus nach Chumpon, Übernachtung und Morning Boat
– Nachtbus nach Chumpon und Morning Boat
Entschieden habe ich mich dann spontan am Flughafen für die einfachste Variante, bei der ich am wenigsten selbst organisieren musste (Nummer 3). Also ab in die Khao San, Tickets besorgt und dann den Tag totgeschlagen…ääähmm…die Zeit sinnvoll genützt, um Bangkok zu besichtigen. Hab mir geschworen, alles mit Öffis zu machen und mich auch daran gehalten! 🙂 Zuerst ging es in die National Gallery – eher ungeplant, aber ich kam zufällig vorbei und sah, dass genau heute freier Eintritt ist. Die Ausstellungen reichten von alt bis ganz modern und waren teilweise ganz interessant, v.a. da ich in Asien ja noch nie in einem Kunstmuseum war. Allerdings waren die Hallen alle gespenstisch leer und ich war teilweise die einzige… Das und die langsame Realisierung, dass ich ganz alleine in Thailand bin, hat mich dann ziemlich fertig gemacht und ich habe mich mal gar nicht wohl gefühlt… Bin dann schnell mit dem Boot zum Wat Arun, wo mehr Touristen waren. Zweifelsfrei die richtige Entscheidung in der Situation! Aber es hat noch immer nicht komplett geholfen: Habe zwar mit ein paar anderen Reisenden gequatscht, aber im Prinzip war ich alleine 😦 Mein genialer Spontaneinfall: Weiterfahrt nach Chinatown und Bummel durch die Straßenmärkte dort!!! DAS Highlight des Tages in BKK, definitiv. Und für die Zukunft weiß ich: Asiatische Märkte heben meine Stimmung. 🙂 Anschließend ging es noch zum Relaxen in den Lumphini Park, der auch recht schön war – eine grüne Oase inmitten von BKK, links und rechts Wolkenkratzer, vor dir ein Teich mit Schildkröten… Schön! Abends dann zurück auf die Khao San und wieder Zeit totschlagen. Bier in Stammlokal trinken und essen…dabei ein paar verrückte Australier kennengelernt und war ganz froh, dass ich einen „Termin“ hatte! 😉 Bei Lomprayah hieß es dann wieder eine Stunde warten. Lustigerweise habe ich zwei chilenische Mädels kennengelernt und sogar ein bisschen Spanisch mit ihnen gesprochen.
Die Fahrt mit dem Nachtbus war echt ok, wenigstens kein kreischend lauter Thai-Film in diesen Touri-Bussen. Ankunft in Chumpon: strömender Regen! 😦 Und das in der Trockenzeit… ca. 2 Stunden auf das Boot warten und realisiert, dass ich die einzige Alleinreisende bin. Ohne Scheiß, hab alles abgecheckt, ob ich mich irgendwo anhängen konnte… Na dann halt nicht, hatte eh mit meiner Panik vor dem unruhigen Meer (unruhig ist nett gesagt…stürmisch eher) in Kombination mit meinem Schaukel-untauglichen Magen. Also schnell eine Tablette geschluckt, geholfen hat es NULL – ich war eine der ersten die sich über ein Sackerl gebeugt hat und habe 2 Stunden nonstop gelitten!! 😦 Einerseits wegen meinem Magen, andererseits wegen den Wellen, die so hoch waren, dass ich echt Panik hatte.
Ein Traum, dann endlich festen Boden unter den Füßen zu haben! Endlich am Chalok Bay angekommen bin ich dann nur mehr in meine Hütte aufs Bett gefallen und hab erst mal geschlafen… Gegen Abend hab ich mich dann bei Alvaro angemeldet und mein PADI Buch bekommen, ganz schön dick und bis am nächsten Tag sollte ich ca. 180 Seiten lesen. Hab ich dann wirklich gemacht, weil ich das alles ja wirklich lernen WILL – aber es war schon gleich ein recht stressiger Abend! 😉
In der Nacht war ein Sturm, wie ich ihn selten erlebt habe. In der Früh stand alles unter Wasser, alles war verwüstet und der Betonsteg, der zu den Taraporn Bungalows führt, teilweise weggerissen!! Musste hüfttief ins Wasser, um zu meinem Frühstück und Supermarkt zu kommen. An Tauchen war natürlich nicht zu denken, also haben wir an einem Tag die komplette Theorie gemacht. Wir, das sie Jackie (meine Theorie-Tauchlehrerin) und ich. Prüfung bestanden, abgehakt, super! 🙂
So, zum Wetter: Blauen Himmel habe ich in BKK kurz gesehen, dann erst wieder am letzten Tag. Trotz Trockenzeit hing ein riesiges Tief über Thailand und die ersten Tage hat es permanent geregnet. Danach ließ der Regen nach, aber von Wolkenauflockerung war keine Spur. Sogar in Europa wurde von den Überschwemmungen berichtet, fast ganz Südthailand war betroffen. Tagelang gingen keine Boote und wir waren quasi von der Außenwelt abgeschnitten. Strom und Wasser ging immer nur ab und zu. Durch den Stromausfall natürlich auch kein Internet, kein TV, kein Handynetz, keine Bankomaten. Der 7/11 am Chalok Bay stand unter Wasser. Und nachdem 3 Tage keine Boote gingen, veranlasste die Thai Regierung eine Evakuierung durchs Militär, für die Touristen, die weg mussten. Ich habe mich nicht evakuieren lassen, wollte ja meinen Kurs fertig machen und wo anders hätte ich in der kurzen Zeit eh nicht mehr hin gekonnt. Aber die Evakuierung war sehr interessant zu beobachten: Ab 7 in der Früh standen die Touris an und haben gewartet. Irgendwann mittags flogen dann Helikopter hin und her zwischen Strand und (riiiiiesigem) Militärboot/Flugzeugträger, der weiter draußen ankerte. Auch Longtailboote waren im Einsatz. Irgendwann gegen 19 Uhr am Abend ist das Boot dann los…
So, aber jetzt zum Tauchen: Erster Tag Theorie. Zweiter Tag Übungen im Swimmingpool einer anderen Tauchschule, da es im Meer nicht möglich war. Dritter Tag: Bei strömendem Regen fuhren wir hinaus aufs Meer, bereiteten alles für den ersten Tauchgang vor, tauchten ab, sahen nicht mal unsere Flossen und Handzeichen –> Abbruch! 😦 Aber zum Glück war ja noch etwas Zeit, daher habe ich in den Folgetagen meine nötigen Tauchgänge plus noch 2 Fun Dives gemacht. Die Sicht war sehr sehr schlecht, max. 3m, oft aber nur 1m. Die Übungen und das Tarieren fielen mir gar nicht so leicht. V.a. beim Maske abnehmen bekomme ich immer ein bisschen Panik. Das Tarieren funktioniert je nach Pressluftflascheninhalt mehr oder weniger gut. Große Probleme hatte ich allerdings mit meinen Ohren – es dauerte immer sehr lange, bis ich runter gehen konnte ohne Schmerzen zu haben. Erst einmal unten war es aber ein absoluuuuuut geniales Gefühl und jeder Tauchgang war eigentlich zu schnell wieder vorbei!!! 🙂 Wegen der schlechten Sicht bzw. dem aufgewühltem Meer haben sich die meisten Fische leider auch verkrochen und es war teilweise eher eine braune Brühe, wie bei uns am Baggersee. Aber jetzt habe ich meinen OWD und kann immer und überall wieder ein paar Fun Dives machen, bzw. den Fortsetzungskurs zum AOWD. 🙂
Insgesamt habe ich eine suuuuuperschöne und ereignisreiche Woche auf Koh Tao verbracht. Ich war die einzige Tauchschülerin, aber das machte nichts, weil ich eh immer mit den Tauchlehrern unterwegs war. Wir haben öfter am Abend was unternommen, ein paar Mal richtig Party gemacht und einige sehr interessante Gespräche geführt, die mich sehr zum Nachdenken gebracht haben. Am Ende habe ich meine Abreise so lange wie möglich hinausgeschoben, das letztmögliche Boot genommen,…ich WOLLTE einfach überhaupt nicht weg. In BKK zurück habe ich erst mal die totale Krise bekommen, wollte gar nicht wahrhaben, dass ich schon wieder auf dem Heimweg bin und Koh Tao hinter mir gelassen habe. Ich war noch im MBK und wollte shoppen gehen, aber ich war echt zu fertig dafür 😦 Auch die Khao San hat mich nur angek*** und ich wollte auch gar niemanden mehr kennenlernen und hab so still für mich meine Abschieds-Bier getrunken…
Damit dieser Eintrag jetzt nicht so traurig endet, sei aber gesagt: Koh Tao, ich komme wieder – irgendwann auf jeden Fall! 🙂