Von Ubud nach Nusa Lembongan… ab auf unser kleines Inselchen! 🙂 Noch ein letztes Frühstück und ein Wort zum Gandra House: Die Unterkunft war wirklich toll, wie beschrieben. Eigentlich so eine der tollsten Unterkünfte bisher. Die Freundlichkeit der Besitzer allerdings währte nicht lange. Als wir keine Tour bei ihnen buchten, sondern direkt bei der Tourist Information, bekamen wir nur noch schroffe und wortkarge Behandlung. Das war mal ein echt krasser Unterschied. Dabei war’s ja nicht mal Absicht – wir hatten einfach nicht gedacht, dass wir die Touren auch in der Unterkunft buchen könnten… Hätte eh gleich viel gekostet, und die hätten was dran verdient. Tja.
Sind also mit dem Taxi zur Perama Bus Station und mit dem Bus nach Sanur… und wen treffen wir im Bus!? Annett aus Holland, die mit uns im Minibus zum Bromo war! 🙂 Dann warten wir in Sanur auf die Fähre nach Lembongan. Und wen treffen wir beim Warten!? Therese aus LA (auch Bromo-Minibus) , die gerade begeistert von der Insel kommt und nach Ubud möchte! Die Reise-Welt ist halt klein in Indo…
Die Bootsfahrt war schrecklich für mich: sehr unruhige See, ein bissl schlecht wurde mir, aber vor allem hatte ich einfach Angst in dem kleinen Boot zwischen den Wellen. War ECHT froh, als wir gut angekommen waren. Gleich an der Anlegestelle haben wir uns die Mandara Bungalows zeigen lassen. Nachdem im LP eh nicht viel stand, sind wir um 120.000 IDR eingezogen. Wieder ein sehr großes, schönes Zimmer – voll ok. Der Typ, der uns die Bungalows gezeigt (und bestimmt Provision bekommen) hatte, ließ allerdings nicht locker und wollte uns unbedingt überreden, Scooter zu mieten. Irgendwie waren wir so k.o., dass wir ihn nicht abschütteln schafften. Waren aber vernünftig genug, KEINEN Scooter zu leihen, mit unseren (nicht vorhandenen) Fahrkenntnissen wäre das bestimmt nicht gut gegangen. Also Fahrräder. Mountainbikes. Auf den ersten Blick sahen die ganz gut aus. Wollte er uns zu einem absolut lächerlich hohen Preis andrehen. Normal sind in SOA ja so 1-2€/Tag für so ein „Push-Bike“. Hab zwar hart gehandelt, aber war eine ungute Situation. 70.000 IDR für die Dinger pro Tag. Pfff. Sind gleich mal gestartet – zum „Dream Beach“, der echt toll aussieht: weißer Pudersand und tolles Wasser. Nur sehr sehr hohe und starke Wellen, also mehr als ein bissl plantschen wär zu gefährlich. Gegen Abend dann zurück in unsere Heimat-Bucht „Jungtubatu Bay“, die zwar einen sehr langen Strand hat, sich aber nicht zum Schwimmen eignet, da hier hunderte Boote ankern und Seegras-Farmen betrieben werden. Bei Ebbe fällt der Strand hunderte Meter trocken und dann wird das Seegras gesammelt, sortiert und getrocknet.
Am nächsten Tag haben wir festgestellt, dass vor 8 Uhr leider noch kein Frühstück zu bekommen ist. Also erst mal in den Norden geradelt und nach einiger Zeit doch ein Lokal für unser Frühstück gefunden – direkt am Strand. 🙂 War echt schön dort, und ich denke, die waren auch froh über ihre Kundschaft – sooo oft wird dort niemand vorbeikommen. An der Nordspitze befindet sich ein Mangroven-Wald, den wir aufgrund total überteuerter Bootpreise aber nur vom Ufer besichtigt haben. Dann setzten wir unsere Tour rund um die Insel fort. Manchmal war es landschaftlich interessant, dann wieder eher weniger. Über eine Brücke sind wir kurz rüber auf die Mini-Nachbarinsel, aber dort gibt es wirklich NIX zu sehen. 😉 Mittags landeten wir dann endlich in der ersten Bucht: „Sunset Beach“ – die zwar wahrscheinlich für ebendiesen gut geeignet ist, allerdings nicht zum Baden: wie am „Dream Beach“ heftige Wellen, und noch dazu felsiger Untergrund. Daher nur kurze Rast – dann weiter zur „Mushroom Bay“. Ruhiges Wasser, dafür wieder einige Boote, Banana-Speedboat-Rides, Pauchaltouris auf Tagesausflügen von Bali, überteuerte Restos und Unterkünfte. Der Strand selbst war aber echt schön, daher verbrachten wir den Nachmittag dort. Mussten auch mal unseren Hintern eine Pause gönnen – die sind schon gefühlt dunkelblau vom Radfahren: die Straßen hier sind in einem sehr sehr schlechten Zustand und bestehen Großteils nur aus aufgerissenem Asphalt!!! Schlaglöcher über Schlaglöcher…AUA sag ich da nur. 😦 Also relaxen, lesen, ein bissl schnorcheln und plantschen, Mittags Spaghetti (war das billigste auf der Karte) – Urlaub! 🙂 Papa hat nebenan dann UNSEREN persönlichen Dream Beach entdeckt: puderweißer Sand, ruhiges Wasser, schöne Felsformationen, NULL andere Touris, Zugang nur über einen steilen Weg mit rutschen-festhalten-rutschen-festhalten-,… 😉 Die Rückfahrt nach dem durch Wolken eher nicht vorhandenen Sunset war ein Abenteuer für sich: viele kleine Straßen und Abzweigungen ohne Beschilderung. Von Straßenbeleuchtung kann sowieso keine Rede sein. Also sind wir mit Stirnlampe gefahren. War spannend. V.a. haben Papas Bremsen dann auf einmal nicht mehr funktioniert. Von wegen super Bikes.
Am letzten Insel-Tag haben wir zuerst mal ein paar Sachen erledigt: Boot+Bus für den nächsten Tag gebucht, um nach Kuta zu kommen. Internet nach News zum Merapi-Ausbruch durchsucht. Immer mit der Frage im Hinterkopf, ob unsere Rückreise auch reibungslos klappen wird. (Ich sag nur: Aschewolke!) Sind dann zu unserem Dream Beach gefahren, unterwegs haben wir noch schnell den Tamarind Beach besichtigt: kann man auslassen. Dann war extrem-relaxing angesagt: sonnen, lesen, baden, schnorcheln! 🙂 Schön war’s! V.a. auch das Schnorcheln war toll: viiiiiele schöne, bunte Fische! 🙂 Gegen Abend haben wir noch ein letztes leckeres Essen und einen schönen Sonnenuntergang genossen. Byebye, Nusa Lembongan!