On the road to…Bromo

Nach Yogyakarta sollte unsere nächste Station der Bromo-Tengger-Nationalpark im Osten Javas sein. Also Minibus nach Cemoro Lawang gebucht und auf eine lange Fahrt eingestellt. Im LP steht irgendwas von 8 Stunden. Naja, wäre schön gewesen – im Endeffekt waren es dann fast 12: Start um 8 Uhr morgens, Ankunft Cemoro Lawang, Hostel Cemara Indah: 21.30 Uhr oder so. So genau geschaut haben wir dann gar nicht mehr. Der Verkehr war den ganzen Tag verrückt. Man erlebt einiges in Asien, aber das schlägt alle meine Erfahrungen. Ich kann nur sagen, wir waren froh, den Tag irgendwie überlebt zu haben. Es war eigentlich nur Stau bzw. sehr starker Verkehr auf der gesamten Strecke. Gegenverkehr ohne Ende, Trucks, Pick-ups, Mopeds und alles andere, was sich bewegt. Und die Überholmanöver waren … nennen wir es: etwas knapp. Es war ein ständiges Gas-geben, zum-Überholen-ansetzen, Überholen, gerade noch vor dem Gegenverkehr in eine Lücke zwängen, dabei sehr scharf abbremsen und um einen gefühlten Millimeter den Gegenverkehr UND den Vordermann NICHT zu streifen. Es war nervenaufreibend. Dann wurde es immer später und wir wussten ungefähr, wo wir örtlich waren: noch weit weg vom Bromo-Gebiet. Und dann begann ich schön langsam unruhig zu werden: Im LP stand einiges Negatives über die Minibusfahrt zum Bromo und wir stellten uns schon darauf ein, NICHT bis ganz oben zu kommen bzw. extra zahlen zu müssen. Zudem hatten wir keine Unterkunft gebucht und waren uns nicht sicher, noch etwas zu bekommen. In Probolinggo am Fuße des Gebirges hatten wir dann noch einen längeren Stopp in einem Reisebüro. Dort wurde versucht, jeden zu einer Jeep-Tour zu überreden. Ich musste echt fast lachen, mit welchen Tricks die Angestellten vorgingen. Der Fußweg sei viel zu weit, gefährlich, die Jeep-Tour nur jetzt und hier buchbar (jaja, großer Lachanfall von meiner Seite). Etc. Bei ein paar Travellern hat es natürlich geklappt. Ein paar wurden dann noch bei der Unterkunft, die sie vorab als Package gebucht hatten, ziemlich verarscht und landeten nicht in Cemoroh Lawang, sondern irgendwo auf 1.000m Seehöhe und waren somit auf die Jeep-Tour angewiesen, etwas anderes wäre gar nicht möglich gewesen. Wir sind dann wie gesagt im Cemara Indah Guesthouse gelandet. Um es kurz zu machen: Außen hui, innen pfui! Aber so richtig. Bad und Dusche so richtig unheimliche schwarze Löcher, das Wasser maximal gefühlte 10 Grad kalt. Die Loch-Beschreibung trifft auch da Zimmer, auch die Temperatur war nicht angenehmer. Die Betten verschafften einem dann pures Gefängnis-Feeling: Ich habe noch nie in meinem Leben auf einer so dünnen Matratze geschlafen. Wie Stein, NUR Stein. Geschlafen ist auch übertrieben, eher gedöst, für so eine Stunde. Von lautem Geschrei zwischendrinn geweckt, Papa träumte von einem Vulkanausbruch. (Eine Vorahnung!?) 2.45am Tagwache. Aber das ist eine andere Story…

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..