Meeting travellers

Eines der schönsten Dinge am Reisen ist für mich, dass man so viele Menschen kennenlernt. Einmal die Locals eines jeden Landes, siehe dazu meinen Artikel „Die Javanesen“. Aber auch die anderen Reisenden. Mit Backpack unterwegs, die typischen Routen abklappernd, trifft man doch immer die selben Menschen. Meistens sind es sehr offene, begeisterungsfähige, interessierte Menschen. Die Traveller kommen aus den unterschiedlichsten Gegenden der Welt, haben die unterschiedlichsten Motivationen für die Reise und die unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Sie reisen wie wir nur zwei Wochen, sind Monate oder sogar Jahre unterwegs. Man begegnet sich stets mit den gleichen, vertrauten Fragen: woher kommst du, wohin reist du, wie lange bist du unterwegs. Damit ist schnell eine Gesprächsbasis geschaffen und das Kennenlernen kann beginnen. Oft ergeben sich interessante Bekanntschaften für die nächsten Tage, man reist ein Stück zusammen oder unternimmt etwas miteinander. Und irgendwie läuft man sich meistens noch ein zweites Mal über den Weg, vor allem in Indo, das (noch!?) nicht von Backpackern überlaufen ist.

So geschah es natürlich auch auf unserer Reise: Gleich nach unserer Ankunft halfen uns drei Holländer, den richtigen Weg zur Unterkunft durch den Festival-Trubel zu finden. Ohne sie wären wir wohl verzweifelt. Auf unserer 12-Stunden-Minibus-Fahrt hatten wir auch reichlich Zeit, die Menschen um uns kennenzulernen: Ein französisches Pärchen, ein weiterer, fotografierwütiger Franzose, Annett – eine Holländerin, Therese – eine US-Amerikanerin und einen Ungarn, der schon um 10 Uhr Vormittag sein erstes Bier öffnete. Vor allem mit den zwei alleinreisenden Mädels verstand ich mich super und hätte mir sofort vorstellen können, mit ihnen weiterzureisen. Sie haben mich auch motiviert, dass ich auch alleine auf Reisen gehen könnte! Und das Beste: Ganze VIER davon haben wir später auf Bali wiedergesehen: Wir gehen in Sanur in einen Circle-K, wer steht neben uns an der Kassa? Das französische Pärchen. Zurück in der Unterkunft öffne ich die Tür, drehe mich nach links, wer sitzt auf der Nachbar-Terrasse? Das französische Pärchen! Gibt’s nicht, oder!? Ok, weiter. Wir sitzen in Ubud an der Busstation und warten auf den Transfer nach Sanur. Wer schleppt seinen Backpack an und wartet auf den selben Bus? Annett! Wir sitzen in Sanur am Pick-up für das Boot nach Nusa Lembongan. Wer kommt mit sandigen Füßen mit der Fähren von genau dieser Insel zurück? Therese! Seeeeehr genial. 🙂

In Ubud warteten wir bei strömenden Regen 1,5 Stunden in der Touri-Info. Und lernen dabei einen sehr sympatischen Engländer mit pakistanischen Wurzeln kennen, mit dem ich mich die ganze Zeit unterhalte. Am Ende tauschen wir Email-Adressen und Telefonnummern aus, mit dem Versprechen, uns zu melden wenn wir in London/Wien auftauchen.

Ich lliiiiiebe es einfach, andere Reisende zu treffen und mit ihnen zu quatschen. Nie trifft man zu Hause auf einmal so viele Gleichgesinnte, mit denen sich gleich automatisch so viele Gesprächsthemen ergeben!

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